Eisbrecher proben für neue Komödie

BUHWIL. Im Februar wird der Theaterverein Eisbrecher in Erlen, Kradolf, Neukirch an der Thur und Amriswil ein Lustspiel mit dem Titel «Alles nätti Mönsche» zeigen. Erst nach Beginn der Proben konnte der Präsident alle Rollen besetzen.

Hannelore Bruderer
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Karin Bernold und Cosimo Palmitessa spielen das Wirte-Ehepaar. (Bild: Hannelore Bruderer)

Karin Bernold und Cosimo Palmitessa spielen das Wirte-Ehepaar. (Bild: Hannelore Bruderer)

Es sei dem Verein in diesem Jahr schwerer gefallen, alle Rollen zu besetzen als in früheren Jahren, sagt Thomas Bichsel, der Präsident des Theatervereins Eisbrecher. Die Proben zum neuen Stück «Alles nätti Mönsche» von Claudia Gysel begannen bereits Ende Oktober, die letzten Rollen wurden aber erst vor wenigen Wochen vergeben. Bei den Proben im Schulhaus Buhwil können deshalb einige Mitglieder des Ensembles ihre Texte schon auswendig, während andere diese noch ablesen.

Rollen für junge Darsteller

Es seien verschiedene Gründe, welche die Rollenbesetzung in diesem Jahr so schwierig gemacht hätten, erklärt Bichsel. «Einigen unserer langjährigen Darsteller war es diesmal aus zeitlichen Gründen nicht möglich mitzumachen. Dann gibt es in diesem Stück zehn Rollen, das ist mehr als bei den letzten Stücken.»

Viele der Rollen seien zudem auf jüngere Darsteller zugeschnitten und, wie in vielen Vereinen, sei die Anzahl junger Mitglieder auch beim Theaterverein Eisbrecher eher klein. «Einige unserer jungen Mitglieder sind noch in der Ausbildung, so auch mein Sohn, der im letzten Jahr mitspielte. Er wäre gerne wieder dabei gewesen, musste aus Zeitmangel aber darauf verzichten.»

Mehr 20- bis 30-Jährige

Der Verein wirbt vor allem durch direkte Kontakte um neue Mitglieder. Wenn jemand Spass daran habe, in eine andere Rolle zu schlüpfen, und gerne vor Publikum auftrete, seien das ideale Voraussetzungen, um beim Theaterspielen mitzumachen, sagt der Vereinspräsident. Besonders die Alterskategorie der 20- bis 30-Jährigen sei im Verein untervertreten.

Thomas Bichsel führt beim Dreiakter von Claudia Gysel gemeinsam mit Tobias Bonderer Regie. Noch erfahren einige Stellen des Stücks leichte Änderungen. Konzentriert beobachtet Thomas Bichsel das Geschehen auf der Bühne und gibt Anweisungen. «Bei dieser Szene dürft ihr noch mehr nach vorne an den Bühnenrand kommen, nutzt den ganzen Raum aus», heisst es da etwa oder: «Dein Spiel ist noch etwas verhalten, trag in dieser Szene ruhig etwas dicker auf.»

Intensive Proben

Ab halb acht bis kurz vor neun werden verschiedene Szenen des ersten Aktes geprobt. Dieser spielt sich im Eingangsbereich und an der Réception eines Berghotels ab. Bereits stehen einige Requisiten auf der Bühne. Nach einer kurzen Pause, in der sich Darsteller, Regisseur und Souffleuse stärken, sind alle wieder einsatzbereit. «Die wöchentlichen Proben, das Probenwochenende im Januar und die Auftritte im Februar und März sind intensiv und fordern allen einiges ab», lacht Thomas Bichsel. «Aber danach führen wir wieder einige Monate ein Leben ohne Theater – bis es im nächsten Herbst wieder losgeht.»