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Einzigartig im Kanton Thurgau

WEINFELDEN. Am Samstag lädt die Curlinghalle Weinfelden zum Tag der offenen Tür. Unter dem Dach der einzigen Thurgauer Curlinghalle trainieren und spielen fünf verschiedene Clubs. Eine besondere Wissenschaft ist die Pflege des Eisfeldes, sie wird am Samstag den Besuchern demonstriert.
Mario Testa
Sie freuen sich auf einen Ansturm in der Curlinghalle Weinfelden am Samstag: Eismeister Mike Herd, Präsident Markus Fässler, Infochefin Melanie Rietmann und Wirtin Karin Keller. (Bild: Mario Testa)

Sie freuen sich auf einen Ansturm in der Curlinghalle Weinfelden am Samstag: Eismeister Mike Herd, Präsident Markus Fässler, Infochefin Melanie Rietmann und Wirtin Karin Keller. (Bild: Mario Testa)

Das Eis heisst Eis, der Stein Stein, aber der Ring heisst Rink. Dazu brauchen die Spieler Schuhe, lange Hosen und einen Besen. Curling, die Sportart auf dem kalten Untergrund, mit klaren Bezeichnungen und Verhaltensregeln, ist uralt. Und doch ist sie in der Schweiz sehr populär. Im Thurgau bietet sich nur in einer Halle die Gelegenheit, unter optimalen Bedingungen die fast 20 Kilo schweren Curlingsteine mit Griff drehend übers Eis gleiten zu lassen – in Weinfelden. Für Kinder gibt es halb so schwere Granitsteine. Die Felder wurden 1966 eröffnet, seit der Sanierung und Erweiterung vor 20 Jahren umgibt sie eine Halle.

Genossenschaft trägt die Halle

«In unserer Curlinghalle sind fünf Clubs unter einem Dach vereint – Frauenfeld, Ottenberg, Thurgau, Weinfelden und die Veteranen», sagt Markus Fässler, Präsident der Genossenschaft Curlinghalle Weinfelden. «Insgesamt sind es etwa 175 Mitglieder, die gleichzeitig auch alle Genossenschafter der Halle sind.» Etwa 125 seien noch aktiv und trainierten unter der Woche an verschiedenen Abenden in der Halle. «Trotzdem würden wir gerne weitere Genossenschafter hinzugewinnen. Der Unterhalt einer Curlinghalle ist teuer und je mehr Genossenschafter sich die Kosten teilen, umso besser.»

Saison von September bis März

Die Curlinghalle Weinfelden ist im Winterhalbjahr in Betrieb, von September bis Ende März. Mehrere Tausend Franken kostet dann die Eispflege und -kühlung pro Monat. «Curling war deshalb auch lange ein ziemlich elitärer Sport, diese Zeiten sind jedoch vorbei», sagt Markus Fässler. «Jedermann und jede Frau darf gerne mittun, eine Mitgliedschaft kostet kein Vermögen und das Schnuppern ist gratis.»

Einnahmen generiert die Genossenschaft vor allem durch die Vermietung der Bahnen an Private. Zudem ist auch das Restaurant in der Curlinghalle während der Saison geöffnet und häufig für Privatanlässe gebucht. Wirtin ist Karin Keller und je nach Auslastung helfen ihr eine Handvoll Servicekräfte und Köche, die Gäste im Restaurant mit den 84 Sitzplätzen zu bewirten. «Treue Gäste sind auch immer die Spieler. Denn nach einer Partie laden die Sieger die Verlierer immer zu einem Umtrunk ein. Man sagt deshalb auch, im Curling gebe es keine Verlierer», sagt Keller.

Eispflege ist eine Wissenschaft

Die Pflege des Eises für Curling ist aufwendiger als in einer Eishalle. «Es ist eine richtige Wissenschaft. Die Herstellung – das Einschwemmen – mit entionisiertem Wasser dauert jeden Herbst etwa 14 Tage», sagt Eismeister Mike Herd. «Das Eis darf nicht nach Bürglen hin aufsteigen oder nach Weinfelden abtauchen. Es muss exakt waagrecht sein, zudem muss die Oberfläche mit Wassertropfen veredelt werden, damit die Steine überhaupt so weit gleiten und sich drehen.» Am Tag der offenen Tür diesen Samstag zeigt Herd, wie er Curlingeis aufbereitet (siehe Kasten).

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