Einwohner liefern weniger ab

Das Raperswiler Budget 2013 rechnet wegen tieferen Steuereinnahmen mit einem Defizit von 83 000 Franken. Der Steuerfuss bleibt bei 75 Prozent.

Marion Theler
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Willi Hartmann, Ammann. (Bild: pd)

Willi Hartmann, Ammann. (Bild: pd)

RAPERSWILEN. 27 Stimmbürger versammelten sich in der Turnhalle, aber bei 301 Stimmberechtigten ist dies keine schlechte Beteiligung. Gemeindeammann Willi Hartmann erläuterte kurz die notwendigen Investitionen im Weiler Ifang: Eine über 100jährige Meteorwasserleitung wird ersetzt, der Strassenbelag erneuert sowie eine NS-Freileitung verkabelt und weitere Freileitungen saniert. Für mehr Versorgungssicherheit gibt es neu für die Weiler Holzhäusern und Kodenreute zwei separate Verteilkabinen. Der dafür bewilligte Gesamtkredit beläuft sich auf 465 000 Franken.

Überall Glasfaserkabel

Ein Bürger empfahl, für Glasfaser Leerrohre einzulegen. «Wir ziehen bis zu den Verteilkabinen überall gleich ein Glasfaserkabel mit ein», informierte Gemeinderat Hanspeter Kämpf. Einstimmig und diskussionslos wurde das Budget 2013 verabschiedet.

Nach einer guten halben Stunde lud der Gemeinderat bereits nach Salen-Reutenen in die Besenbeiz Rebecca ein, und Gemeinderätin Sabina Scheuber kündigte Torten und Kuchen an, weil es ihr Geburtstag sei.

Weniger Steuern

In der Botschaft auffallend sind die um 25 Prozent tiefer budgetierten Gemeindesteuererträge: In der Rechnung 2011 sind es noch 434 600 Franken. In den Budgets 2012 und 2013 werden nur noch ungefähr 325 000 Franken vorgesehen. Raperswilen habe viele Landwirte und die Erträge seien in den letzten Jahren mager gewesen, erklärte der Gemeindeammann nach der Versammlung. Gemeinderat Mario Hofer präzisiert: «Wir haben hier mehrere grosse Schweinebetriebe, und für diese waren es zwei sehr schlechte Jahre.» Zudem sei ein guter Steuerzahler weggezogen, und das mache in einer kleinen Gemeinde viel aus, sagte Willi Hartmann. Aber man habe genügend Eigenkapital und sei mit der ganzen Infrastruktur auf einem guten Stand.