Einst ein verbotener Kampfsport

Die Wurzeln des Judo reichen bis in die Nara-Zeit (710–784) zurück. In den beiden damaligen Chroniken Japans gibt es Beschreibungen von Ringkämpfen, die mythischen Ursprungs sind. Mit dem Aufstieg der Kriegerklasse Ende des 12. Jahrhunderts erlebten die Kampfkünste einen starken Aufschwung.

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Die Wurzeln des Judo reichen bis in die Nara-Zeit (710–784) zurück. In den beiden damaligen Chroniken Japans gibt es Beschreibungen von Ringkämpfen, die mythischen Ursprungs sind. Mit dem Aufstieg der Kriegerklasse Ende des 12. Jahrhunderts erlebten die Kampfkünste einen starken Aufschwung. In der Mitte des 16. Jahrhunderts führten die Portugiesen die Schusswaffen in Japan ein, und die Kriegskünste – Bugei mit Schwert, Pfeil und Bogen – verloren auf dem Schlachtfeld an Bedeutung. 1882 gründete Kano Jigoro seine eigene Schule, in der Nähe des Eisho-Tempels im Stadtteil Shitaya in Tokio. Er nannte seine Kunst Judo. Nach dem Zweiten Weltkrieg war Judo bis 1948 durch die Alliierten verboten. Bei den Olympischen Spielen in Tokio 1964 war Judo erstmals als olympischer Sport zu sehen. Heute wird Judo in über 150 Ländern ausgeübt und ist damit die am weitesten verbreitete Kampfsportart der Welt. (red.)