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«Einkaufstourismus vermindert Lehrstellen»

In Konstanz ist laut Handelszeitung ein rückläufiger Umsatz mit Schweizer Kunden verzeichnet worden. Matthias Hotz, Präsident TGshop Fachgeschäfte, Thurgau glaubt, dass sich Thurgauer mehr Gedanken über den Einkaufstourismus machen .
Amy Douglas
Matthias Hotz Präsident TG Shop (Bild: PD)

Matthias Hotz Präsident TG Shop (Bild: PD)

In Konstanz ist laut Handelszeitung ein rückläufiger Umsatz mit Schweizer Kunden verzeichnet worden. Matthias Hotz, Präsident TGshop Fachgeschäfte, Thurgau glaubt, dass sich Thurgauer mehr Gedanken über den Einkaufstourismus machen .

Herr Hotz, sind Sie erleichtert über die Entwicklung?

Wir sollten das mit Vorsicht geniessen. Denn ob es sich so weiterentwickelt, ist unklar. Dass Konstanz rückläufige Umsätze verzeichnet, bedeutet nicht automatisch, dass es im Thurgau eine gegenläufige Entwicklung gibt.

Wie läuft denn der Detailhandel im Thurgau?

Von den Mitgliedern der TGshop Fachgeschäfte bekomme ich zu hören, dass die Entwicklung zurzeit auf einem tiefen Niveau stagniert hat.

Weshalb?

Das Pendel schlägt wohl wie üblich hin und her. In den letzten Jahren hat es sehr gross ausgeschlagen und wenige haben sich überlegt, was der Einkaufstourismus für Folgen hat. Nun hat sich dieser Trend etwas gelegt, wohl auch, weil die Leute sich mehr Gedanken zum Ganzen machen.

Hat der Thurgau die Trendwende aktiv unterstützt?

Ja, zum einen versucht unser Verband mit verschiedenen Kampagnen die Bevölkerung zu sensibilisieren. Auf politischer Ebene hat Nationalrat Markus Hausammann mit der Motion zur Senkung der Mehrwertsteuerfreigrenze ein Anliegen von uns aufgenommen.

Ist der Trend anhaltend?

Ich denke schon, dass wir das Bewusstsein der Leute etwas wecken konnten. Die meisten Lehrstellen im Thurgau befinden sich im Detailhandel. Der Einkaufstourismus bewirkt einen Rückgang an Arbeits- und Ausbildungsplätzen in der Region. Dies wollen wir bewusst machen. Ich denke, die Leute merken, dass sie sich auf längere Sicht ins eigene Fleisch schneiden.

Wie gross schätzen Sie die Ausfälle auf Grund des Einkaufstourismus im Thurgau ein?

Die sind riesig und nicht in Franken zu beziffern. Über zehn Milliarden Franken fliessen deswegen pro Jahr aus der Schweiz ins Ausland. Der Thurgau ist als Grenzkanton natürlich besonders betroffen.

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