Einkaufen und tanken im Morgental

Im Morgental, an der äusseren Landquartstrasse, soll ein Nahversorgungscenter mit mehreren Ladenlokalen, Tankstelle, Tankstellenshop und 186 Parkplätzen entstehen. Das Bauprojekt der Rimaplan AG ist vom Stadtrat bewilligt worden.

Max Eichenberger
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Vor dem Gewerbebau Banderet ist das Nahverkaufscenter der Rimaplan AG visiert. Die Parzelle ist 15 000 Quadratmeter gross. (Bild: Max Eichenberger)

Vor dem Gewerbebau Banderet ist das Nahverkaufscenter der Rimaplan AG visiert. Die Parzelle ist 15 000 Quadratmeter gross. (Bild: Max Eichenberger)

Mit Tankstellenshops ist Arbon schon reichlich gesegnet. Ein fünfter entsteht derzeit in Steineloh. Und eine weitere Tankstelle mit Shop ist jetzt vom Stadtrat bewilligt worden.

Über Mall zugänglich

Das Projekt des Zürcher Generalunternehmers Rimaplan AG an der äusseren Landquartstrasse (86) nahe dem Zubringer Arbon Süd beinhaltet aber noch einiges mehr: Realisiert werden soll nämlich ein eigentliches Nahversorgungscenter. Über eine Mall erschlossen werden angrenzend an Banderet Holzbau im Morgental vier bis sieben Geschäfts-/Ladenräumlichkeiten von 600 bis 1294 Quadratmetern. Die gesamte Nutzfläche beträgt über 3600 Quadratmeter, bestätigt Projektleiter Mertens Willi.

«Interesse an dieser Lage gross»

Das Projekt sieht 186 Parkplätze vor. Rimaplan wird als Generalunternehmer und Investor auftreten und die einzelnen Ladenräumlichkeiten vermieten. Entgegen ursprünglichen Plänen wird es keinen Restaurationsbetrieb geben. «Das Interesse an diesem Standort nahe dem Autobahnzubringer am südlichen Eingangstor zur Stadt ist gross», sagt Willi. Zusätzlich an Attraktivität gewonnen habe die Lage, seit bekannt ist, dass Stadt und Kanton mit der neuen Kantonsstrasse zügig vorwärtsmachen wollen und diese in vier Jahren in Betrieb gehen könnte.

Mietermix: Noch keine Namen

Die Mieter und der Tankstellenpartner würden aber erst bekanntgegeben, wenn die Verträge definitiv unterschrieben seien. Voraussetzung dafür ist eine rechtsgültige Baubewilligung. Derzeit läuft noch das Rechtsmittelverfahren. Das 15 000 Quadratmeter grosse Grundstück würde dann auch erst grundbuchamtlich an die Rimaplan AG überschrieben.

Noch gehört das Land den Gebrüdern Werner und Hansueli Daepp; es war einst aus dem Besitz der Erbengemeinschaft herausgelöst und den einzelnen Erben zugeteilt worden. Gegen das Projekt wehrte sich Landwirt Ruedi Daepp, dessen Einsprache abgewiesen worden war.

Im Frühjahr 2010 fertig?

Die Rimaplan hofft, dass der Anstösser davon absieht, den Instanzenweg weiterzugehen. Willi: «Wenn er mit seinem Projekt die Luftreinhalteverordnung einhält, werden wird seiner geplanten Biogasanlage auch nicht im Wege stehen.» Die Rimaplan habe schon viel Geld in die Planung investiert und sei gewillt, die Sache durchzuziehen. Innert zweier Monate wäre man parat, mit dem Pickel aufzufahren. Willi rechnet mit einer Bauzeit von knapp einem Jahr. Durch das Vorhaben würden immerhin auch einige neue Arbeitsplätze geschaffen, betont der Projektleiter.