Eines von einhundertelf

Buchvernissage «Rex, Roxy, Royal»: Das örtliche Kino ist eines, das Herausgeber und Autoren zu den besten des Landes zählen.

Markus Bösch
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Allen war die Freude anzusehen. Mit Marcel Elsener, Sandra Walti und Tina Schmid waren ein Autor, die Herausgeberinnen und die Geschäftsführerin des Romanshorner «Roxy» anwesend, um den neuen Reiseführer «Rex, Roxy, Royal» zu ausgewählten Schweizer Kinos vorzustellen. «Wir sind stolz darauf, dass unser Kino im Buchtitel Erwähnung findet, dass es porträtiert wird und selbstverständlich auch, dass es das Kino immer noch und immer besser gibt», sagte Andrea Röst. Zu verdanken sei das Passion und Kontinuität. Immerhin habe das Kino schon 1920 seinen Anfang genommen als «Orpheum», woraus «Nord» und «Süd» wurde, dann «Modern» und schliesslich «Roxy».

«Roxy kann Mittelpunkt der Stadt werden»

Für Autor Elsener, der im Buch mehrere Kinos vorstellt, ist das grosse Schaufenster wirklich unglaublich und auch, dass sowohl das Publikum als auch die Stadt dieses Kino will. Es könne zum Mittelpunkt werden, auch dank dem momentan im Umbau befindlichen Vorplatz, der zu einem Treffpunkt wird.

Auf seine Frage, was es hier Besonderes gebe, verwies Röst auf die vier Originalstühle im Foyer und auf eine Tafel, mittels derer die Besucher früher mitteilen konnten, ob der Film zu laut, zu leise oder zu unscharf war. Heute ist sie ausser Funktion. Die Angebote des Kinos seien offen für alle. Es werden vermehrt Kinderfilme gezeigt, denn Jugendliche haben mit Fastfood und Shoppen aus ihrer Sicht eher andere Bedürfnisse, die sie mit einem Kinobesuch verbinden.

Die Herausgeberinnen Walti und Schmid sagten, das Ganze hätte in Aarau angefangen und nach dem Roxy, «am Rand der Welt und trotzdem eine Kulturregion für sich», wären sie in einer Woche im Rex in Bern. «Von den 273 Kinos haben ursprünglich 70 auf unserer Liste gestanden. Damit alle Regionen vertreten sind, haben wir 111 porträtiert. Das Buch ist zum Reiseführer geworden, zu Sälen, in denen die Filme immer wieder Reisen in andere Welten ermöglichen.»

Im Anschluss an die Buchvernissage wurde der Film «La petite dame du Capitole» gezeigt, eine Dokumentation über die Betreiberin des Kinos Capitole in Lausanne.