«Eine Verpflichtung»

Er freue sich auf die künftige Aufgabe und die Zusammenarbeit, sagt Wahlsieger Andreas Balg.

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Hat die Ausmarchung gewonnen: Andreas Balg. (Bild: Max Eichenberger)

Hat die Ausmarchung gewonnen: Andreas Balg. (Bild: Max Eichenberger)

Gratulation! Worauf führen Sie den deutlichen Wahlsieg zurück?

Andreas Balg: Ich durfte auf breite Unterstützung aus allen Lagern zählen, von links bis rechts, von Alt und Jung. Das Komitee hat ein riesiges Engagement gezeigt im Wahlkampf – wobei ich den Begriff «Kampf» meiden möchte. Es war eine faire Ausmarchung. Ich habe in Arbon eine grosse Präsenz gezeigt und konnte viele Kontakte schliessen.

Sie waren viel in Arbon unterwegs. Haben Sie bei Ihrem Job als Wirtschaftsförderer zurückgesteckt?

Balg: Zuletzt war ich noch zu etwa 60 Prozent in Frauenfeld tätig. Die volle restliche Zeit und die Ferien habe ich eingesetzt für den Wahlkampf. Die letzten zwei Monate hatte ich kein freies Wochenende. Ich bin aber auch ein Typ, der an die maximale Leistung herangeht. Das jetzt belohnte Engagement habe ich zu keiner Zeit bereut.

Es war kein Soloritt von Ihnen…

Balg: Nein, die Unterstützerliste ist lang. Unterschiedliche Gruppen haben Aktionen geplant und sich für mich eingesetzt. Ich habe mir gesagt: Egal, wie es ausgeht, das letzte halbe Jahr war enorm positiv für mich.

Wann treten Sie das Amt an?

Balg: Auch das Kader in der kantonalen Verwaltung hat drei Monate Kündigungsfrist. Darum ist ein Amtsantritt 1. Januar 2013 naheliegend. Ein Gespräch mit Amtschef Edgar Sidamgrotzki ist am Dienstag anberaumt. Ich werde mich auch mit Patrick Hug treffen und die Projektliste anschauen. Dabei werde ich den Wunsch einbringen, dass ich bei wichtigen Geschäften zugegen sein kann. Die detaillierten Schritte werden wir aber erst nach den Gesprächen festlegen. Ich möchte mich da auf beide Seiten hin hierarchiekonform verhalten.

Wie hatten Sie den Wahlkampf erlebt? Und wie sehen Sie die Zusammenarbeit im Stadtrat?

Balg: Wir haben eine gute Art von Wahlkampf geführt. Ich freue mich auf die Aufgabe und die Zusammenarbeit. Dass mir Patrick Hug die volle Unterstützung zugesagt hat, freut mich – und erwarte ich auch. Das ist gut für Arbon.

Dann hat Arbon den Fünfer und das Weggli, wie Sie das unters Volk gestreut haben?

Balg: Ja, ich denke, wir werden beide das Beste geben. Patrick Hug mit seiner Erfahrung – und ich mit meinen Qualitäten. Arbon muss jetzt auch keine Stadtrats-Ersatzwahl mehr durchführen.

Ihr Beruf, die Wirtschaftsförderung, war Ihr Hauptwahlkampfthema. Da haben Sie grosse Erwartungen geschürt, dass die Unternehmen jetzt nach Arbon kommen .

Balg: Die Wahl ist eine Verpflichtung. Die gehe ich ein. Und werde alles daran setzen, dass Arbon die Arbeitsplatzzahl steigern kann.

Wie werden Sie die Bevölkerung mitnehmen?

Balg: Indem ich offen und transparent kommuniziere – in jeder Phase von Prozessen. Ich bin ein transparenter Typ. Und das werde ich leben. Interview: me