Eine Strategie ist notwendig

AMRISWIL. Die Evangelische Kirchgemeinde Amriswil-Sommeri macht sich Gedanken darüber, wie viele Liegenschaften sie in Zukunft noch benötigen wird.

Hugo Berger
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Evangelische Kirche in Amriswil. (Bild: Maya Mussilier)

Evangelische Kirche in Amriswil. (Bild: Maya Mussilier)

«82 Stimmberechtigte sind anwesend; das ist ein kleiner Rekord», stellte Bernhard Nauli, Präsident der Kirchenvorsteherschaft, zu Beginn der Gemeindeversammlung der Evangelischen Kirchgemeinde Amriswil-Sommeri erfreut fest.

Zu Diskussionen führte das als «Strategie der Liegenschaften» aufgeführte Traktandum. Ressortleiter Otto Seger machte eine Auslegeordnung jener Liegenschaften, die sich gegenwärtig im Besitz der Evangelischen Kirchgemeinde Amriswil-Sommeri befinden. Die Vorsteherschaft habe sich aufgrund der heutigen und der zukünftigen Raumbedürfnisse Gedanken über den Bedarf an Liegenschaften gemacht, sagte Seger.

Bedürfnisse abgeklärt

«Wir haben die Absicht, die vorhandenen Liegenschaften gut zu nutzen und zu bewirtschaften», erklärte Seger. Darüber hinaus aber suche man da und dort nach idealeren Lösungen. Eine Arbeitsgruppe habe daher die künftigen Bedürfnisse ermittelt und daraus eine Strategie entwickelt. Diese sehe vor, in Oberaach und Amriswil jeweils neben der Kirche Begegnungsstätten einzurichten. Auch denke man darüber nach, in Oberaach ein Mehrfamilienhaus zu bauen, konkret geplant sei aber noch nichts, betonte Seger. «Es geht uns vorerst nur darum, die Meinung der Kirchbürger zu erfahren.» Diese fiel ganz unterschiedlich aus, wie die zahlreichen Wortmeldungen zeigten.

Wo soll man sich treffen?

Es gehöre nicht zum Kerngeschäft der Kirchgemeinde, Liegenschaften zu bewirtschaften, lautete der Einwand eines Votanten. Andere waren der Ansicht, es fehle an geeigneten Räumen, in denen man sich nach dem Gottesdienst treffen könne.

Gleichbleibender Steuerfuss

Das Budget 2014 der Kirchgemeinde sieht bei einem Aufwand von 2,65 Mio. Franken einen Rückschlag in Höhe von 475 000 Franken vor. Dieser kann aufgrund der guten Ergebnisse in den Vorjahren mit dem vorhandenen Eigenkapital gedeckt werden. Der Steuerfuss bleibt unverändert bei 22 Prozent.

Nach 15 Jahren wird Pfarrer Lukas Weinhold die Kirchgemeinde Ende Juni verlassen, um in Wängi ein Einzelpfarramt anzutreten. Für seine Arbeit mit dem Schwerpunkt «Seniorenarbeit» erhielt Lukas Weinhold von den Versammlungsteilnehmern einen langanhaltenden, herzlichen Applaus. Einstimmig gutgeheissen wurde der Antrag, eine 15köpfige Pfarrwahlkommission einzusetzen. Als deren Präsident wird Bernhard Nauli fungieren.

Hanspeter Klarer stellte die Frage in den Raum, ob die drei Pfarrerstellen zu je 100 Prozent angesichts der schwindenden Mitgliederzahlen überhaupt noch gerechtfertigt seien. «Man sollte sich überlegen, neu bloss noch eine 50-Prozent-Stelle zu schaffen», schlug Klarer vor.

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