Eine Solaranlage ohne eigenes Dach

Zum zweitenmal wurde in Steinach über die Solarenergie diskutiert. Die Besucher sollten anhand eines Vortrags über die Vorzüge von Grossanlagen informiert werden.

Fritz Heinze
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Verkaufsberater Antonio Cerdan erklärt die Photovoltaik-Module. (Bild: Fritz Heinze)

Verkaufsberater Antonio Cerdan erklärt die Photovoltaik-Module. (Bild: Fritz Heinze)

STEINACH. Technische wie auch zahlreiche finanzielle Aspekte kamen bei den Vorträgen im Schulungsraum der Steinacher Firma Variosystems zur Sprache. Der Einladung von Roland Etter, Leiter der Kommission Energiezukunft Steinach, waren rund 50 Personen gefolgt.

Solarstrom für alle

Mit dem Referat von Urs Wenger über Rhysolar aus Diessenhofen wurde ein Projekt präsentiert, das gemäss Roland Etter auch für Steinach eine Möglichkeit wäre. Mit dem Bau von Grossanlagen böte sich auch jenen Interessierten eine Gelegenheit vom Solarstrom zu profitieren, die kein eigenes oder kein geeignetes Dach haben. Der Vortrag diente dazu, den Steinachern das Diessenhofer Modell schmackhaft zu machen. Denn obwohl die Steinacher Energiekommission stets versucht, Nägel mit Köpfen zu machen, wollen sich viele die Thematik nochmals durch den Kopf gehen lassen. Und dies trotz vielversprechenden Renditen und der Tatsache, dass sich die technischen Aspekte im Bereich Solarenergie positiv verändert haben. Man konnte sich an diesem Abend des Eindrucks nicht erwehren, dass das Ganze eine Verkaufsmesse sei. Doch gilt es hier zu berücksichtigen, dass im Falle des Einbaus einer Solaranlage Herstellerfirmen zwangsläufig involviert sind. Die beiden Systeme der Montage über dem Dach und jener im Dach fanden besondere Beachtung.

Ziel: Energiestadt

Diskutiert wurde aber auch über Grossprojekte, die es jedermann ermöglichen, Teilhaber an einer Solaranlage zu werden und bezüglich der Stromversorgung und der Gewinnabschöpfung zu profitieren. Ob diese Veranstaltung die Bestrebungen der Gemeinde Steinach betreffend der Nutzung der umweltfreundlichen Energie weitergebracht hat, wird sich bei der Auswertung der Einträge auf den Listen zeigen, auf denen sich die Interessierten eintragen konnten. Über die Gründung eines Vereins oder einer Genossenschaft wird derzeit nachgedacht. Auf dem Programm der Gemeinde stehen die Förderung von Wärmepumpen, Gebäudesanierungen und Energieberatungen. Das Zertifikat «Energiestadt» dürfte im kommenden Jahr Tatsache werden.