Eine Region auf dem Weg zur Stadt

Die Gemeinden im Oberthurgau arbeiten immer besser und enger zusammen. Ein Projekt zur wirtschaftlichen Entwicklung der Region stösst sogar beim Bund auf Interesse.

Markus Schoch
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SALMSACH. Der Oberthurgau mit seinen rund 57 000 Einwohnern und einer doppelt so hohen Bevölkerungsdichte wie in den übrigen Bezirken kann die Kraft einer mittelgrossen Schweizer Stadt entwickeln. Davon ist der Egnacher Gemeindeammann Stephan Tobler überzeugt. «Wenn wir unsere Interessen und Kräfte bündeln, gemeinsam in die gleiche Richtung ziehen und bereit sind, über den Gartenzaun hinaus Verantwortung zu übernehmen, gelingt uns das», schreibt er in seinem Jahresbericht als Präsident der Regionalplanungsgruppe Oberthurgau, die gestern ihre Delegiertenversammlung abhielt. Die Ausgangslage sei gut, sie müsse nur genutzt werden.

Die Wirtschaft fördern

Der Wunsch ist teilweise bereits Realität. Die zwölf Gemeinden im Bezirk Arbon sowie Steinach bemühen sich auf verschiedenen Ebenen um eine engere Kooperation. Sie sind an der Arbeit für einen regionalen Richtplan, und sie wollen im Rahmen einer gemeinsam entwickelten Strategie optimale wirtschaftliche Rahmenbedingungen schaffen. Dazu soll unter anderem eine regionale Wirtschaftsplattform etabliert werden. In einem ersten Schritt geht es jetzt darum, das Potenzial der Flächen und Standorte in der Region zu analysieren. Das Projekt stösst sogar beim Bund auf Interesse. Er unterstützt es als modellhaftes Vorhaben.

Muster-Baureglement liegt vor

Schon sehr weit gediehen ist das Projekt eines gemeinsamen Baureglements, dem sich die Regionalplanungsgruppe Weinfelden angeschlossen hat. Der Kanton hat die Mustervorschriften bereits geprüft. Noch ganz am Anfang stehen dagegen die Arbeiten mit Blick auf eine Energieregion Oberthurgau.

«Es ist erfreulich und wird immer besser sichtbar, dass sich die Region Oberthurgau in der Projektarbeit auskennt und eine hohe Effizienz erreicht hat», sagte gestern Geschäftsleiter Gilbert Piaser. Doch der Weg ist noch ein weiter. Tobler: «Wir sind noch lange nicht am Ziel.»

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