Eine Plattform für Querdenker

WEINFELDEN. Der Weinfelder Unternehmer Christoph Lanter ist fasziniert von Menschen, die unkonventionelle Wege gehen. Er veranstaltet in drei Wochen das erste «Grenzdenken»-Podium mit einem Dutzend Referentinnen und Referenten.

Mario Testa
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Der Weinfelder Christoph Lanter erhofft sich neue Denkanstösse von den Referenten an seinem «Grenzdenken»-Podium. (Bild: Mario Testa)

Der Weinfelder Christoph Lanter erhofft sich neue Denkanstösse von den Referenten an seinem «Grenzdenken»-Podium. (Bild: Mario Testa)

Christoph Lanter führt ein junges Unternehmen in einer noch jungen Branche. Und doch sind es bereits vierzehn Jahre, da er mit seiner Agentur «chrisign» für Internetauftritte von Firmen sorgt. «Grenzen erlebe ich in Momenten, in denen ich etwas begegne, das ich nicht normal finde», sagt Lanter. «Da frage ich mich dann jeweils, was genau ich daran nicht normal finde. Um weiter zu denken, muss ich dann die Komfortzone verlassen – das heisst Grenzen überschreiten.»

Menschen, die weiter denken als andere, imponieren Christoph Lanter. Und deshalb veranstaltet er ein Wochenende mit vielen Referenten am Lilienberg. «Grenzdenken» heisst der Anlass am 24. und 25. April, der Interessierten für ein paar hundert Franken offensteht. Sie bekommen für das Geld viele spannende Persönlichkeiten zu Gesicht und erfahren deren Ansichten. «Erich von Däniken ist sicher einer der bekannteren Referenten. Aber auch Bergsteigerin Evelyne Binsack, Milieu-Anwalt Valentin Landmann oder Anarchist David Dürr erzählen von ihrem spannenden Leben und über ihre Grenzen.»

Geld verdienen mit Gülle

Ein noch junger Forscher, der neue Wege geht und deshalb von Lanter ans Podium eingeladen wurde, ist Thomas Rippel. Der angehende Biobauer hat herausgefunden, wie man aus einer Mischung aus Gülle und Sauerkraut viel CO2 einsparen und dann mit Zertifikaten Geld verdienen kann. «Rippel ist ein spannender junger Mann, der zeigt, wohin man gelangen kann, wenn man neue Wege beschreitet», sagt Lanter. Rippel passt deshalb gut in die Auswahlkriterien für Lanters Podium. «Alle Referentinnen und Referenten haben eine Meinung oder eine Idee, die ausserhalb der gesellschaftlichen Norm liegt.»

Referenten sind auch Zuhörer

Neu ist die Idee vom «Grenzdenker»-Podium nicht, sagt Christoph Lanter. «Ich war vor einigen Jahren im Wallis mal an einem solchen Podium. Es hat mich fasziniert, und deshalb wollte ich es in die Ostschweiz bringen.» Besonders sei, dass die meisten Referenten auch Zuhörer sind und beide Tage auf dem Lilienberg verbringen werden.

www.grenzdenken.ch

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