Eine moderne Weihnachtsgeschichte

Rund sechzig Kinder der Buchwiesengemeinde führten am Sonntagabend ein Musical auf. Sie erzählten von der Begegnung eines iranischen Mädchens mit einem Obdachlosen.

Cyrill Rüegger
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Suleila (r.) und ihre Freundinnen tauschen sich mit dem Obdachlosen Otto (l.) über Weihnachten aus. (Bild: Cyrill Rüegger)

Suleila (r.) und ihre Freundinnen tauschen sich mit dem Obdachlosen Otto (l.) über Weihnachten aus. (Bild: Cyrill Rüegger)

ERLEN. Trotz eisiger Kälte und schneebedeckter Strasse fanden sich zahlreiche Leute im Saal der Buchwiesengemeinde in Erlen ein, um die Weihnachtsaufführung der 4- bis 13jährigen Kinder des Kids-Treffs mitzuverfolgen. Das Musical mit dem Titel «Suleilas erste Weihnachten» startete gleich mit einem Musikstück. Verschiedene Instrumente, vom Schlagzeug bis zur Geige, bildeten das kleine Orchester.

Suleila trifft auf Otto

Die Geschichte handelt vom iranischen Mädchen Suleila, das in der Schweiz lebt. Zusammen mit ihren Freundinnen trifft Suleila den Obdachlosen Otto. Dieser erzählt dem neugierigen Mädchen, das bislang nicht wusste, was Weihnachten ist, die Geschichte von der Geburt Jesu'. Einzelne Szenen aus der Geschichte wurden dabei von den Kindern und Jugendlichen nachgespielt. Zwischendurch fanden sie sich immer wieder zum Chor zusammen und sangen abwechslungsreiche Lieder.

Auch die Kleinsten in der vordersten Reihe zeigten grossen Einsatz. Das Musizieren und das Schauspielen machte den Kindern offensichtlich Spass.

Wieso wir Weihnachten feiern

«Jeder darf mit Gott reden, egal welche Religion er hat, oder wie reich er ist», schliesst Otto seine Erzählung der Weihnachtsgeschichte. «Ach so!, jetzt habe ich verstanden, wieso ihr Weihnachten feiert», meint Suleila beeindruckt.

Zum Abschluss durften die Kinder noch einmal ihr musikalisches Talent zeigen und verbeugten sich nach der geforderten Zugabe gekonnt zum Schluss-Applaus.

Vorstand Hannes Schnyder bedankte sich bei den Theaterverantwortlichen Jasmin Baumgartner-Fröhlich, Susanne Casagrande und Karin Hollenstein für ihren Einsatz. Die Zuschauer und die Kinder liessen den Abend bei einem Punsch und selbstgemachten Guezli ausklingen.