Eine Liebeserklärung

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Otto Lampe, deutscher Botschafter in Bern, 2013 bis 2017. (Bild: PD)

Otto Lampe, deutscher Botschafter in Bern, 2013 bis 2017. (Bild: PD)

Weinfelden Otto Lampe war vom Herbst 2013 bis Ende Juni 2017 Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in der Schweiz und in Liechtenstein. Zu seinem Abschied hat er in der «Neuen Zürcher Zeitung» vom 10. Juli einen bemerkenswerten, ganzseitigen Gastkommentar geschrieben. Er habe grosses Glück gehabt, die letzten vier Jahre seines Berufslebens «in der schönen Schweiz» verbringen zu dürfen. Obschon er viel gearbeitet habe, komme ihm die Zeit in der Schweiz rückblickend «wie ein einziges grosses Fest» vor. Lampe preist das Land in vielerlei Hinsicht als «Insel der Glückseligen». Zu Beginn seiner Laufbahn hätte er sich vielleicht einen exotischeren Posten gewünscht, schreibt Lampe. «Doch die Schweiz ist exotischer als man meint.» Das gelte insbesondere für die zum Teil höchst unterschiedlichen regionalen Eigenheiten innerhalb desselben Sprachraumes.

Und jetzt kommts: Lampe nennt die Bochselnacht in Weinfelden in einem Zuge mit dem Zibelemärit in Bern und dem Sechseläuten in Zürich. Na, wenn das keine Empfehlung ist für die Aufnahme der Bochselnacht in die Unesco-Liste des immateriellen Kulturerbes. (es.)