Eine Idee hat sich durchgesetzt

BISCHOFSZELL. Sechsmal hat Roland Geiger die Bischofszeller Tischmesse im Alleingang organisiert. Mit Lukas Zogg steht dem Gründer dieses Anlasses jetzt ein Partner zur Seite. Die nächste Ausstellung geht am 1. November über die Bühne.

Georg Stelzner
Merken
Drucken
Teilen
Roland Geiger und Lukas Zogg präsentieren das neu entworfene Logo der Bischofszeller Tischmesse. (Bild: Georg Stelzner)

Roland Geiger und Lukas Zogg präsentieren das neu entworfene Logo der Bischofszeller Tischmesse. (Bild: Georg Stelzner)

Vor einem Jahr hing der Fortbestand der Bischofszeller Tischmesse am sprichwörtlichen seidenen Faden. «Ich war wegen meiner beruflichen Belastung eigentlich entschlossen, mit der Organisation aufzuhören», gesteht Roland Geiger, der Initiator dieser unorthodoxen Ausstellung.

Doch kurz vor dem Ende der letztjährigen Veranstaltung sei ihm in der Bitzihalle Lukas Zogg über den Weg gelaufen. «Ich habe Lukas Zogg spontan gefragt, ob er mich bei der Vorbereitung und Durchführung in Zukunft unterstützen würde, und ebenso spontan hat er zugesagt», erzählt Geiger, sichtlich erfreut darüber, dass sein Projekt nicht sang- und klanglos von der Bildfläche verschwindet.

Vertretbarer Aufwand

Lukas Zogg, im Vorjahr mit seinem Geschäft selber Teilnehmer an der Tischmesse, begründet die Bereitschaft zur Mitarbeit so: «Diese Ausstellung ist für die Stadt Bischofszell wichtig, weil sie dem Gewerbe die Möglichkeit gibt, sich ohne grossen zeitlichen und finanziellen Aufwand einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren.» Es wäre schade, so Zogg, wenn es diesen Anlass nicht mehr geben würde.

Ihre Existenz verdankt die Tischmesse dem Umstand, dass die Bigwa, die Bischofszeller Gewerbe- und Weihnachtsausstellung, vom örtlichen Gewerbeverein auf Eis gelegt worden ist. Sämtliche Versuche, die traditionsreiche Veranstaltung wiederzubeleben, sind gescheitert. Hier hakte Geiger mit seiner Initiative im Jahr 2009 ein.

Gleiche Bedingungen für alle

Erstmals kann die Bischofszeller Tischmesse heuer mit einem Logo aufwarten. Geiger und Zogg werten dies als weiteren Schritt auf dem Weg zur langfristigen Etablierung im Veranstaltungskalender der Stadt Bischofszell. Sozusagen altbewährt ist hingegen das Konzept der Tischmesse. Es gesteht allen Teilnehmern identische Tische und damit exakt die gleiche Ausstellungsfläche zu. «Der Vorteil ist, dass kleine Betriebe dadurch die gleiche Chance haben, sich dem Publikum vorzustellen, wie grosse Firmen», sagt Zogg.

Teilnehmerzahl gesteigert

Bei der Premiere habe der Name der Veranstaltung noch zum einen oder anderen Missverständnis geführt, räumt Geiger ein. Heute müsse man aber niemandem mehr erklären, was die Tischmesse ist. Der Aufwärtstrend manifestiert sich auch in der Teilnehmerzahl. Waren zu Beginn noch 30 Firmen in der Bitzihalle präsent, so sind es diesmal gleich 20 mehr. «Mit 50 Ausstellern haben wir aber den Plafond erreicht», gibt Geiger zu bedenken. Noch mehr Teilnehmer hätten in der Bitzihalle unter den derzeitigen Rahmenbedingungen, an denen man festhalten wolle, gar nicht Platz.

Aussteller von nah und fern

Hinsichtlich der Zulassung verfolgen die beiden Organisatoren eine liberale Linie. Auswärtigen Betrieben die Teilnahme zu verweigern, sei kein Thema, «auch wenn mir möglichst viele Aussteller aus Bischofszell und Umgebung am liebsten sind», erklärt Geiger. Von den 50 Ausstellern dieses Jahres könnten 30 bis 35 der engeren Region zugeordnet werden, 17 davon gehörten dem Gewerbeverein Bischofszell und Umgebung an. Dieser erstatte seinen Mitgliedern einen Drittel der Standgebühr von 150 Franken zurück.

Ein OK ist kein Ziel

Die Entscheidung, Lukas Zogg ins Boot zu holen, hat Roland Geiger nicht bereut. «Ich habe festgestellt, dass es zu zweit doch spannender ist, eine solche Veranstaltung zu organisierten», sagt Geiger. Eine weitere Aufstockung oder gar die Gründung eines OKs hält er jedoch für unnötig. Er sei kein Fan von Sitzungen, und zu viele Köche könnten den Brei dann auch wieder verderben. «Ein Zweierteam reicht zur Durchführung einer Veranstaltung dieser Grössenordnung völlig», ist Geiger überzeugt.