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Eine heikle Delegierung

Kommentar
Urs Brüschweiler

Fünf Dörfer legen ihre Sozialen Dienste zusammen. Der Gedanke dahinter ist vernünftig. Die Rahmenbedingungen werden komplizierter, die Aufgaben anspruchsvoller, der Druck steigt. Dass in diesem Umfeld jedes Dorf mit einem eigenen Teilzeitfürsorger für sich alleine kämpft, ergibt wenig Sinn. Der Schritt hin zur Professionalisierung ist sicher nicht verkehrt.

Doch ist es auch die ureigene Aufgabe einer politischen Gemeinde, sich um die schwächsten Mitglieder der Gesellschaft zu kümmern. Diese Aufgabe zu delegieren, ist heikel und bedarf Fingerspitzengefühl. Heute entscheiden die vom Volk gewählten Gemeinderäte oder die von ihnen allein eingesetzten Kommissionen über Massnahmen und Gelder. Mit einer regionalen Behörde wird die politische Aufsicht der lokalen Gemeinderäte eingeschränkt, ihr Einfluss wird geringer. Umso wichtiger, wäre es gewesen, die Haltung der Bevölkerung in dem Prozess abzuholen. Das wurde bisher verpasst.

Die Sache hat einen weiteren Haken. Die neue Organisationsstruktur steht nicht im Einklang mit der Güttinger Gemeindeordnung. Spätestens hier muss nun die Gelegenheit genutzt werden, die Gemeindeversammlung um ihre Meinung zu fragen.

Urs Brüschweiler

urs.brueschweiler@thurgauerzeitung.ch

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