Eine Frau und sechs Männer

Am 3. März wählen die Schulbürger des Sekundarschulkreises Weinfelden die Behörde neu. Dabei kommt es zu einer Kampfwahl: Für die fünf Sitze bewerben sich eine Kandidatin und sechs Kandidaten. Die Thurgauer Zeitung gibt ihnen eine Plattform.

Esther Simon
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Marlise Bornhauser, neu. (Bild: pd)

Marlise Bornhauser, neu. (Bild: pd)

WEINFELDEN. Die Ausgangslage ist klar: Ruth Beerli aus Märstetten sowie Elias Mühlemann und Janus Tomaselli aus Weinfelden treten aus der Weinfelder Sekundarschulbehörde zurück. Da es sich am 3. März aber um eine Gesamterneuerungswahl der Behörde handelt, haben die etwa 10 000 Schulbürgerinnen und Schulbürger nicht nur über diese drei, sondern über die Besetzung aller fünf frei wählbaren Sitze zu befinden (siehe Kasten).

Das Einzugsgebiet der Sekundarschulgemeinde Weinfelden umfasst die Primarschulgemeinden Amlikon-Holzhäusern, Bussnang-Rothenhausen, Märstetten, Ottoberg und Weinfelden.

Schulbürger haben Auswahl

Schulbürgerinnen und Schulbürger sind dabei in einer komfortablen Situation. Sie haben die Auswahl: Für die fünf Sitze bewerben sich eine Kandidatin und sechs Kandidaten.

Die beiden Weinfelder Marco Cattaneo, Geschäftsführer, SVP, und Pastoralassistent Alex Hutter als Vertreter der Kirchen stellen sich für eine weitere Amtsdauer zur Verfügung. Neu für einen Sitz in der Sekundarschulbehörde bewerben sich die Weinfelder Marlise Bornhauser, Patrick Boschi, Michel Carrillo, Beat Hochstrasser und Hansjörg Schwenger aus Rothenhausen.

«Tragendes Netz ist wichtig»

Kandidatin Marlise Bornhauser ist Jahrgang 1959, Mutter eines erwachsenen Sohnes und Pflegemutter eines 17jährigen Jungen. Die Sozialpädagogin, wohnhaft an der Kreuzlingerstrasse 55 in Weinfelden, kandidiert für die EDU. «Durch meine Arbeit als Sozialpädagogin in einer Wohngruppe mit verhaltensauffälligen Kindern und Jugendlichen habe ich erfahren, wie wichtig ein tragendes Netz in der Schule und auch in der Familie ist», sagt Marlise Bornhauser zu ihrer Motivation für das Amt.

Auch ihre Erfahrungen als allein erziehende Mutter eines Sohnes hätten sie geprägt. Sie arbeite sehr gerne im Team, sagt die Kandidatin.

«Rucksack für die Jugend»

Kandidat Patrick Boschi ist Jahrgang 1972. Er ist verheiratet, Vater eines Kindes und wohnt mit seiner Familie an der Austrasse 25 in Weinfelden. Der Jurist und eidgenössisch diplomierte Sozialversicherungsfachmann kandidiert für die FDP. Deren Weinfelder Bezirkspartei hat er während zehn Jahren präsidiert.

Boschi will die Schule mitgestalten, «sie ist der Rucksack für unsere Jugend». Es sei wichtig, für junge Menschen ein intaktes Umfeld sowie gute Rahmenbedingungen für den weiteren beruflichen und persönlichen Werdegang zu ermöglichen, sagt Boschi zu seiner Motivation für das Amt.

Freude am Beruf

Kandidat Michel Carrillo ist 33 Jahre alt und seit zehn Jahren Sekundarlehrer «mit viel Freude und Engagement im Beruf». Seit 2009 unterrichtet er an der Sekundarschule Affeltrangen. Er ist verheiratet, Vater von zwei kleinen Kindern und wohnt mit seiner Familie an der Wiesenstrasse 11 in Weinfelden. Er kandidiert als Parteiloser. Carrillo bezeichnet sich als innovativ und kreativ, zuverlässig und kompetent, als offen und humorvoll.

Er sei interessiert an einer guten Schule und wolle sich in Weinfelden engagieren, gibt Carrillo als Motivation an. Die Anliegen der Schule lägen ihm am Herzen, auf Grund seines Berufes kenne er die Schule gut und möchte sie mitgestalten. Er habe auch in verschiedenen Gremien Erfahrungen gesammelt.

Beat Hochstrasser ist Jahrgang 1962, er ist verheiratet und Vater von zwei erwachsenen Kindern. Der Verkaufsleiter wohnt an der Kreuzlingerstrasse 25 in Weinfelden und kandidiert für die CVP. In der Sekundarschulbehörde wolle er «die Zukunft der Schule mitgestalten», sagt Hochstrasser. «Es ist wichtig, dass wir für unsere Schüler, Lehrerinnen und Lehrer gute Voraussetzungen mit optimaler Infrastruktur schaffen.» Die Rahmenbedingungen seien sehr wichtig. So würden alle Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit erhalten, erfolgreich in den nächsten Lebensabschnitt zu starten.

«Hervorragend organisiert»

Kandidat Hansjörg Schwenger ist insofern ein Spezialfall, als er bereits seit acht Jahren Mitglied der Weinfelder Sekundarschulbehörde ist, und zwar von Amtes wegen in seiner Funktion als Schulpräsident von Bussnang-Rothenhausen. Als Primarschulpräsident wird er aber im Sommer zurücktreten; sein Mandat muss er deshalb abgeben. Deshalb bewirbt sich Hansjörg Schwenger nun neu als gewähltes Mitglied um einen Sitz in der Sekundarschulbehörde Weinfelden.

«Die Arbeit als Mitglied in der Sekundarschulbehörde ist herausfordernd und interessant, die Schule ist hervorragend organisiert», sagt Schwenger. «Das Behördenteam funktioniert ausgezeichnet, leider verlassen uns viele bewährte Kräfte, gewählte Mitglieder und Vertreter der Aussengemeinden. Es werden nur noch wenige erfahrene Behördenmitglieder in die neue Legislatur starten.» Bis man als Neumitglied die Schullandschaft begreift, brauche es ein paar Jahre, «darum möchte ich die verbleibenden und neuen Mitglieder mit meiner Erfahrung unterstützen».

Sitz für Aussengemeinde

Die Anliegen und das Wohlergehen der Jugendlichen lägen ihm sehr am Herzen, sagt Schwenger. «Mit meiner Arbeit im Vorstand des Vereins Jugend & Freizeit und mit der Lehrlingsausbildung kann ich dies auch unter Beweis stellen.» Ein weiterer Grund für seine Kandidatur sei der Rücktritt von Ruth Beerli aus Märstetten. Schwenger: «Ich finde es wichtig, dass auch die Aussengemeinden mit einem gewählten Sitz in der Sekundarschulbehörde von Weinfelden vertreten sind.»

Hansjörg Schwenger ist Jahrgang 1962, er ist in Bischofszell aufgewachsen und wohnt seit 16 Jahren in Rothenhausen. Er ist verheiratet und Vater von zwei Kindern mit Jahrgang 1997 und 1999. Hansjörg Schwenger kandidiert als Parteiloser. Er arbeitet als Betriebsleiter und Geschäftsleitungsmitglied bei der Firma ETS (Energie, Technik, Systeme) in Tübach.

Beat Gähwiler als Präsident

Als Präsident der Sekundarschulgemeinde Weinfelden kandidiert erneut Beat Gähwiler, parteilos. Er ist verheiratet und Vater von vier Kindern, von denen drei erwachsen sind. Mit seiner Familie wohnt er in Weinfelden.

Gähwiler ist seit 1991 Berufsberater, seit 2000 führt er eine eigene Beratungsstelle in Weinfelden, das «Sprungbrett».

Patrick Boschi, neu. (Archivbild: art)

Patrick Boschi, neu. (Archivbild: art)

Michel Carrillo, neu. (Bild: pd)

Michel Carrillo, neu. (Bild: pd)

Marco Cattaneo, bisher. (Archivbild: pd)

Marco Cattaneo, bisher. (Archivbild: pd)

Beat Hochstrasser, neu. (Bild: pd)

Beat Hochstrasser, neu. (Bild: pd)

Alex Hutter, bisher. (Archivbild: pd)

Alex Hutter, bisher. (Archivbild: pd)

Hansjörg Schwenger, neu. (Archivbild: edc)

Hansjörg Schwenger, neu. (Archivbild: edc)