«Eine bemerkenswerte, schöne Geste»

Letzte Woche genehmigte der Kreuzlinger Gemeinderat im zweiten Anlauf das Stadthaus-Projekt. Stadtpräsident Andreas Netzle nahm die Zustimmung erfreut zur Kenntnis. Herr Netzle, wie haben Sie den Moment erlebt, als der Gemeinderat endlich Ja sagte zum neuen Stadthaus?

Urs Brüschweiler
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Andreas Netzle Stadtpräsident Kreuzlingen Bild: Reto Martin (Bild: Reto Martin (Reto Martin))

Andreas Netzle Stadtpräsident Kreuzlingen Bild: Reto Martin (Bild: Reto Martin (Reto Martin))

Letzte Woche genehmigte der Kreuzlinger Gemeinderat im zweiten Anlauf das Stadthaus-Projekt. Stadtpräsident Andreas Netzle nahm die Zustimmung erfreut zur Kenntnis. Herr Netzle, wie haben Sie den Moment erlebt, als der Gemeinderat endlich Ja sagte zum neuen Stadthaus?

Ich habe mich natürlich sehr gefreut. Aufgrund der vorangegangenen, sehr konstruktiven Gespräche mit den Fraktionen durfte man aber erwarten, dass der Gemeinderat diesmal klar dahinter steht.

Insbesondere SP-Gemeinderat Andreas Hebeisen hat den Stadtrat sehr gelobt. Man könnte sein Votum auch als Friedensangebot interpretieren. Wieso hat dies der Stadtrat nicht gleich während der Sitzung aufgenommen?

Mich haben alle positiven Voten von Gemeinderäten in der Sitzung sehr gefreut. Das von Andreas Hebeisen war eine bemerkenswerte, schöne Geste. Ich bin nach der Sitzung zu ihm gegangen und habe mich persönlich bedankt, dass es auch mal Lob gegeben hat für den Stadtrat. Wir freuen uns, wenn sich diese Stimmung in der weiteren Zusammenarbeit fortsetzt.

Am Montag hat sich bereits ein Pro-Komitee für die Volksabstimmung am 27. November gebildet. Mit Monica Müller, Christian Lohr, Jürg Kocherhans und weiteren Exponenten ist es sehr prominent besetzt. Welche Bedeutung hat das für Sie?

Es ist natürlich wichtig, dass sich auch Leute aus der Bevölkerung für die Stadtverwaltung einsetzen. Diese hat sonst keine Lobby. Es sind ganz unterschiedliche Persönlichkeiten aus der Bevölkerung, die das Projekt gut finden und unterstützen. Ich hoffe, dass sich der Kreis in den nächsten Wochen ausweitet.

Auffällig ist, dass die Wirtschaft stark vertreten ist.

Das zeigt, dass die Wirtschaft und das Gewerbe hinter dem Projekt und den Investitionen stehen.

Gibt es im anstehenden Abstimmungskampf eine Aufgabenteilung zwischen Stadtrat und Komitee?

Der Stadtrat macht das, was er immer macht bei Vorlagen: sachlich informieren und erklären. Weil es diesmal ein umfassendes Vorhaben mit drei Teilprojekten ist, wird diese Arbeit besonders wichtig. Das Komitee macht das, was es selber für richtig hält.

Erhält das Komitee Geld von der Stadt?

Nein, es finanziert sich durch Spenden. Wir helfen aber mit Informationen.