Eine begehrte Villa

Zurzeit besuchen 70 Schüler die Internationale Schule in der Villa Doldenhof in Kreuzlingen. Nun interessiert sich auch das Bankhaus Bär für das attraktive Mietobjekt.

Martin Bänziger
Drucken
Teilen

Kreuzlingen. Seit ihrem Start vor fünf Jahren ist die Internationale Schule Kreuzlingen Konstanz (ISKK) in der Villa Doldenhof an der Hauptstrasse 27 in Kreuzlingen zur Miete. Hausherr Hermann Hess bestätigt, dass der fünfjährige Mietvertrag nun abgelaufen sei und man einen Jahresvertrag vereinbart habe.

Grundsätzlich geht Hermann Hess davon aus, dass die ISKK ihre Vergrösserungspläne im Villa-Areal realisieren will.

Er habe daher einen Anbau vorgeschlagen, um auch einer 100köpfigen Schülerzahl genügend Unterrichtsraum anzubieten. Nun habe er jedoch das Gefühl, die Internationale Schule erwarte eine subventionierte Lösung, während er von einem normalen Mietpreis ausgehe. Die jetzige Jahresmiete betrage rund 120 000 Franken. Wenn die Schule im Anbau noch rund 500 Quadratmeter benötige, werde eine Zusatzmiete von etwa 75 000 Franken hinzukommen.

Bank Bär zeigt Interesse

Weil die ISKK zurzeit ihre Ausbaupläne mit verschiedenen Standortvarianten diskutiert, hat sich auch Hermann Hess umgesehen und mit weiteren Mietinteressenten das Gespräch gesucht. Er bestätigt, dass auch Vertreter der Privatbank Julius Bär Interesse signalisiert hätten, etwas Konkretes sei jedoch nicht vereinbart worden. Bekannt ist, dass die Bank Bär ab November eine Niederlassung in Kreuzlingen eröffnet.

Andrew Tschanen, Projektleiter der Bank Bär, betont auf Anfrage, man sei in der Evaluationsphase weit fortgeschritten, der Standortentscheid falle Anfang Oktober. Dabei habe die Bank auch Interesse an der Villa Doldenhof bekundet.

Lösung im Dialog suchen

ISKK-Verwaltungsratspräsidentin Gabi Badertscher hat Verständnis, wenn Hausbesitzer Hermann Hess nach neuen Mietern Ausschau hält. Ihr sei auch klar, dass eine Bank eine höhere Miete bezahlen könne als eine Schule.

Gabi Badertscher bestätigt weiter, dass der Entscheid für den langfristig richtigen Schulstandort noch nicht gefallen sei. Es fehlten der Schule noch 30 Schüler, und auch die Wirtschaftskrise sei noch nicht überstanden. Sie plädiere daher konservativ für kleine Schritte, um sich nichts zu verbauen. Auch regt die ISKK-Verwaltungsratspräsidentin ein Gespräch am runden Tisch an.

Als Teilnehmer am Tischgespräch zählt Gabi Badertscher Hermann Hess, die Bank Bär, Vertreter des Stadtrates und Vertreter der ISKK auf. Es werde sicher gelingen, eine Lösung auszuhandeln, die im Interesse aller Beteiligten liege.

Aktuelle Nachrichten