Einblicke in das Bauernleben

Guter Jodelgesang, gewürzt mit einer Prise Humor, war am Samstag in der Bitzihalle das Erfolgsrezept am Unterhaltungsabend der Jodler am Bischofsberg.

Erwin Schönenberger
Drucken
Jodellieder fürs Herz: Das Repertoire fand beim Publikum Anklang. (Bild: Erwin Schönenberger)

Jodellieder fürs Herz: Das Repertoire fand beim Publikum Anklang. (Bild: Erwin Schönenberger)

BISCHOFSZELL. Wer sich beim Unterhaltungsabend der Jodler am Bischofsberg einen guten Platz in der grosse Bitzihalle sichern wollte, musste frühzeitig erscheinen. Schon lange vor Beginn der Veranstaltung waren kaum noch freie Plätze vorhanden.

Abwechslung beim Jodeln

Unter der bewährten Leitung von Pascal Miller präsentierten die Jodler am Bischofsberg auch dieses Jahr ein abwechslungsreiches Programm, das wegen der folgenden langen Theateraufführung kurz gehalten war.

Mit sichtlicher Freude sangen die Frauen und Männer des Clubs Lieder von den Jahreszeiten, der Natur und dem bäuerlichen Leben, aber auch von gemütlichen Stunden in der Dorfbeiz. Der kräftige, reine Gesang, gepaart mit einer deutlichen Aussprache, machte das Zuhören zum Genuss.

Für Abwechslung sorgten das Duett Yvonne Aregger/Rolf Stadelmann und die Jodlergruppe mit der herrlichen Nummer unter dem Titel «Mer isch doch gliich» oder mit dem Lied «Mached doch, was er wönd».

Schon beim Eingang verlockte die grosse, gut bestückte Tombola zum Loskauf, und manch ein Besucher durfte sich schon in der Pause über einen schönen Preis freuen.

Wenn ein anderer der Vater ist

Für das diesjährige Theater hatten die Jodler die Theatergruppe des Rotbach-Chörlis aus dem ausserrhodischen Bühler verpflichtet.

Die Komödie in drei Akten «Das sündige Dorf» von Max Neal erforderte von den Zuschauern viel Aufmerksamkeit, wurden sie doch während rund zwei Stunden im Ungewissen gehalten, wer nun wessen Vater ist, und ob Vreni und Sepp Geschwister sind und einander nicht heiraten dürfen. Dazu kommt, dass die «ehrenwerte» Familie auf dem Sennhof noch so manche Leiche im Keller hat, die vor den anderen versteckt werden muss.

Bei einer solch verzwickten Situation kann man kaum glauben, dass zum Schluss alles gut ausgeht, und der Sennhof-Bauer sogar für kurze Zeit «Herr im Haus» ist.

Viel Applaus spendeten die Zuschauer den herrlich agierenden Laienspielern, bevor dann gegen Mitternacht ein Besuch in der Kaffeestube oder ein Tanz mit den «Gartehöcklern» den Abschluss des gelungenen Abends bildeten.

Aktuelle Nachrichten