Ein Zentrum für Begegnungen

BISCHOFSZELL. Der Jugendtreff im «Laubegge» ist bald Geschichte. Die Umbauten am neuen Standort sind in vollem Gange. Wie man die Räumlichkeiten nutzen will, steht fest. Auch zwei Nachbargemeinden unterstützen den neuen Begegnungsort.

Luisa Gomringer
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Die Holzbalken hinter Stadträtin Nina Rodel und Jugendtreffleiter Ruedi Forrer sind bereits von Jugendlichen bearbeitet worden. (Bild: Reto Martin)

Die Holzbalken hinter Stadträtin Nina Rodel und Jugendtreffleiter Ruedi Forrer sind bereits von Jugendlichen bearbeitet worden. (Bild: Reto Martin)

«Dieser Raum bekommt einen dunklen Boden mit Billardtisch und Lampe – so richtig wie in einer Lounge», erklärt Ruedi Forrer, der Leiter des Jugendtreffs, beim Aufnehmen eines Fotos. Er sieht es schon genau vor sich. «Das werden richtig schöne Räumlichkeiten. Ohne alte Möbel und Graffiti an den Wänden. Ich will hier einen Begegnungsort schaffen, ein Haus für ganz Bischofszell.»

Jugendliche helfen mit

Vor drei Wochen haben die Umbauarbeiten begonnen. Aus der Liegenschaft am Bleicherweg 6, die früher auch schon als Werkhof und Wohnhaus gedient hat, soll bis Februar 2016 der neue Standort für den Bischofszeller Jugendtreff werden.

Die Jugendlichen helfen beim Umbau mit. «Ich will ihnen zeigen, wie so etwas entsteht, aber auch wie viel es kostet», sagt Forrer. Viele ehemalige Jugendtreffbesucher sind in die Arbeiten involviert und auch die Jüngeren dürfen anpacken. «Wenn sie selbst an den Arbeiten beteiligt sind, lernen sie, es wertzuschätzen und sie tragen den Räumen mehr Sorge», weiss Forrer. Aber auch wenn der Umbau fertig ist, werde es strikte Verhaltensregeln geben. Forrer: «Ich möchte keine Füsse auf den Sofas sehen.»

Bartheke und grössere Küche

Das im Jahr 1890 errichtete Gebäude bietet viele neue Möglichkeiten für einen Jugendtreff. Es gibt einen Garten, in dem im Sommer auch grilliert werden kann, und die Räumlichkeiten verfügen über eine Heizung. Das ist aber noch lange nicht alles.

«Gleich wenn man reinkommt, wird eine vier Meter lange Bartheke einladen, sich hinzusetzen und gemütlich über die Familie und die Schule zu plaudern», sagt Forrer. Aufgrund der grösseren Küche können künftig im Jugendtreff auch Pizza, Baguette und verschiedene Getränke angeboten werden. Wer ein Gespräch jedoch lieber mit einer Vertrauensperson unter vier Augen führen möchte, dem steht das Büro des Treffleiters stets offen. Etwas liegt Forrer besonders am Herzen: Dass die Jugendlichen hier Unterstützung finden. «Wir möchten viel mehr anbieten als nur einen Treff. Hier soll ein Zentrum für Begegnungen und Spass, aber auch für Unterstützung entstehen. Wir werden Gruppengespräche veranstalten, in denen es um wichtige Themen wie zum Beispiel den Umgang mit den Sozialen Medien geht», führt Forrer aus.

Geld von Nachbargemeinden

Was Stadträtin Nina Rodel besonders freut, ist der Umstand, «dass alle an einem Strang ziehen». Auch die Nachbargemeinden Hohentannen und Hauptwil-Gottshaus unterstützen das Projekt mit einem fünfstelligen Betrag. Nina Rodel weiss: «Man kann gar nicht genug tun für die Jungen. Schliesslich investiert man damit in die Zukunft.»

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