Ein Zeichen an den Kirchenrat

Die Evangelische Kirchgemeinde Andwil möchte auch in Zukunft eigenständig bleiben. Das ergab eine Umfrage an der Versammlung vom Freitag, an der Mesmerin Monika Lendenmann Einzug in die Vorsteherschaft hielt.

Monika Wick
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Die neue Andwiler Kirchenvorsteherschaft: Heidi Haffa, Christa Maas, Kirchenpflegerin Brigitt Allenspach, Präsident Urs Bernold und Mesmerin Monika Lendenmann. (Bild: Monika Wick)

Die neue Andwiler Kirchenvorsteherschaft: Heidi Haffa, Christa Maas, Kirchenpflegerin Brigitt Allenspach, Präsident Urs Bernold und Mesmerin Monika Lendenmann. (Bild: Monika Wick)

ANDWIL. Obwohl nur fünfzehn Kirchbürger – Behördenmitglieder inklusive – der Einladung zur ordentlichen Kirchgemeindeversammlung gefolgt waren, betrug die Stimmbeteiligung stolze 6,25 Prozent. Evangelisch-Andwil ist eine sehr kleine, aber eigenständige Kirchgemeinde. Ihr gehören nur 240 stimmberechtigte Mitglieder an.

Mesmerin neu in der Behörde

Mit ein paar besinnlichen Gedanken zum Thema «Zeichen» eröffnete Pfarrer Bernhard Nauli die Versammlung am vergangenen Freitagabend in der Kirche. Auch Urs Bernold, Präsident der Kirchgemeinde, sprach die Zeichen an. «Wir müssen dem Kirchenrat in Frauenfeld ein Zeichen geben, wohin es mit unserer Kirchgemeinde gehen soll. Wollen wir eigenständig bleiben oder mit einer anderen Kirchgemeinde fusionieren?», fragte er.

Priorität hatte aber im Moment die Komplettierung der Kirchbehörde. Zur Wahl stellte sich Mesmerin Monika Lendenmann. Durch ihr Pensum von unter 25 Prozent als Mesmerin erlaubt es die Kirchenordnung, auch eine angestellte Person in die Behörde zu wählen. Monika Lendenmann wurde mit 14 von 15 Stimmen gewählt. «Jetzt ist unsere Behörde wieder vollständig», sagte Urs Bernold, gab aber gleichzeitig zu bedenken, dass in drei Jahren Neuwahlen stattfinden und dann zwei Sitze vakant sein werden. Präsident Urs Bernold und Kirchpflegerin Brigitt Allenspach werden 2016 nicht mehr antreten. «Es stellt sich nun die Frage, ob eine Kommission für eine Vorstandssuche oder eine Kommission für eine Zusammenschlussplanung gebildet werden soll», sagte Urs Bernold.

Pfarrer kandidiert wieder

Therese Leumann erhielt auf ihre Frage, ob sich Pfarrer Nauli in drei Jahren noch einmal zur Wahl stellen würde, eine positive Antwort. Für sie ist in diesem Fall klar: «Wir sollten vorläufig eigenständig bleiben.» Gleicher Meinung ist Jörg Schmutz, auch er möchte vorläufig so weitermachen. Für Urs Bernold darf es ebenfalls unverändert weitergehen, denn finanziell und personell laufe es gut in der Evangelischen Kirchgemeinde Andwil. Damit es so bleibt, legte er den anwesenden Kirchbürgern an Herz: «Ihr müsst jetzt in euch gehen, um zu prüfen, ob für euch eine Behördentätigkeit in Frage kommen würde.»

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