«Ein wichtiger Moment»

Lengwil. Die Gemeindeversammlung Lengwil stimmte am Mittwoch im Mehrzwecksaal Illighausen dem Zonenplan, dem Baureglement sowie dem Gebührenreglement über die geschützten Natur- und Kulturobjekte zu.

Kurt Peter
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In einer bis auf den letzten Platz gefüllten Mehrzweckhalle Illighausen konnte Gemeindeammann David Tschudi auch Max Arnold vom Planungsbüro BHA in Frauenfeld begrüssen. Das wichtigste Traktandum war die Zustimmung zur Revision der Ortsplanung Lengwil, auf deren Geschichte David Tschudi kurz einging.

Raumplanerisch überprüft

Auf den 1. Januar 1998 haben sich die ehemaligen Ortsgemeinden Oberhofen-Lengwil und Illighausen zur politischen Gemeinde zusammengeschlossen. Die bisherigen Baureglemente sind zu einem einzigen Reglement zusammengefasst worden. Dennoch wurde eine raumplanerische Überprüfung der bestehenden Planung aufgrund veränderter Gesetzesgrundlagen unumgänglich.

Die Revision der Ortsplanung umfasst die Überarbeitung des Zonenplans, die Anpassung des Baureglements und ein Beitragsreglement über die geschützten Natur- und Kulturobjekte.

Jahrelange Arbeit

Auch für Ortsplaner sei der Augenblick der Gemeindeversammlung ein wichtiger Moment, sagte Max Arnold.

Hier gelte es, die Zustimmung für eine jahrelange Planungsarbeit zu erhalten. Diese sei sehr offen und transparent durchgeführt worden. Aber Ortsplanung sei komplex und die betroffenen Grundeigentümer hätten aus guten Gründen mehr Interesse daran als die nichtbeteiligten Stimmberechtigten.

Bestandesaufnahme

Die Gemeinde habe eine Bestandesaufnahme im Sinne des Natur- und Heimatschutzgesetzes über die geschützten Objekte gemacht, erklärte David Tschudi. Die Naturprojekte umfassten vor allem Hecken und Bäume und seien nicht so zahlreich. Bei den Kulturobjekten seien neu 24 als schützenswert und 16 als erhaltenswert eingestuft worden. Das Beitragsreglement halte fest, unter welchen Voraussetzungen die Eigentümer Beiträge von der Gemeinde erhalten würden.

Gewisser Freiraum

Die Diskussion drehte sich um die Frage, ob die Formulierung «in der Regel» nicht besser aus dem Baureglement gestrichen werden sollte. Max Arnold setzte sich für die Beibehaltung ein, weil dies dem Gemeinderat bei Bewilligungen einen gewissen Freiraum gebe. Die Verkehrsberuhigung in Lengwil-Oberhofen wurde ebenfalls zum Thema, obwohl dies nicht Gegenstand der Ortsplanungsrevision war. Gemeindeammann Tschudi nahm die Anregungen dennoch auf. Die anschliessende Abstimmung fiel klar zugunsten aller drei Vorlagen aus, sie wurden mit klaren Mehrheiten angenommen.

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