Ein wichtiger Mann für die Schützen

Toni Fischer wurde am 29. März 1935 in Galgenen geboren und zog 1946 mit seiner Familie von Siebnen nach Elm. Im Jahre 1957 trat er dem Grenzwachtkorps bei, und ein Jahr später heiratete er Trini Rhyner.

Carl Ruch
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Toni Fischer 1935 bis 2014 (Bild: pd)

Toni Fischer 1935 bis 2014 (Bild: pd)

Toni Fischer wurde am 29. März 1935 in Galgenen geboren und zog 1946 mit seiner Familie von Siebnen nach Elm. Im Jahre 1957 trat er dem Grenzwachtkorps bei, und ein Jahr später heiratete er Trini Rhyner. Seinen Töchtern Silvia und Brigitta sowie seinem Sohn Peter war er ein vorbildlicher, guter Familienvater. Im Jahre 1964 zog er mit seiner Familie von Kreuzlingen nach Bottighofen ins Zollhaus am Mühligässli.

Im Dorf Fuss gefasst, trat Fischer bald der Feldschützengesellschaft Bottighofen bei. Am 26. Februar 1983 wählte ihn die Generalversammlung zum Präsidenten. Der Verein hatte Glück, dass der rechte Mann zur rechten Zeit das Ruder übernahm. Im selben Jahr bewilligte die Gemeinde einen Kredit zum Bau eines neuen Schützenhauses im Liebburgtobel. Fischer setzte sich mit allen Kräften für ein gut funktionsfähiges Schützenhaus ein. Er freute sich sehr, als am 26. März 1986 der erste Schuss fiel. Das Standweihschiessen im Jahre 1987 waren für ihn zwei Höhepunkte. Zusammen mit seiner Frau, die als Schützenwirtin amtete, war er für das leibliche und gesellschaftliche Wohl der Schützen besorgt. Der Unterhalt war ihm ein grosses Anliegen, und so erledigte er viele Arbeiten selbst.

Zurück an die Spitze

An der GV 1994 legte er sein Amt als Präsident nieder. Er wurde Ehrenpräsident. Doch bereits nach zwei Jahren musste auf die Erfahrung und die seriöse Arbeitsweise von Toni Fischer zurückgegriffen werden. Der Not und seinem Pflichtgefühl gehorchend, übernahm er das Präsidentenamt nochmals zwei Jahre.

1994 stand seine Pensionierung bei der Grenzwache an. Seine Mitarbeiter schätzten ihn als loyalen und ehrlichen Kameraden. Zuletzt war er Chef des Grenzwachtpostens Emmishofen. Nach der Pensionierung konnte Fischer vermehrt seinen Lieblingsbeschäftigungen nachgehen. Mit Trini und Freunden unternahm er Ausflüge in der ganzen Schweiz. Ferien in Österreich gehörten auch dazu.

Doppelter Schicksalsschlag

Ende 2006 diagnostizierte man bei Toni Fischer Lymphdrüsenkrebs. Beinahe zeitgleich stellte man bei Trini ein Krebsleiden fest. Sie starb am 4. Juli 2007. Alle merkten, dass er es schwer hatte. Auf bewundernswerte Art und Weise meistere er von nun an seinen Haushalt selbständig. Ende September wurde Toni Fischer für eine Chemotherapie in den Spital aufgeboten. Dort musste er bleiben und verstarb. Wir sind ihm dankbar für sein Wirken, sein Vorbild und seine Freundschaft.

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