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Ein wenig Südamerika in Sulgen

Das Trio Dacor spielte moderne Musik aus Argentinien und Brasilien in der evangelischen Kirche. Das gelungene Konzert besuchten wenige Gäste.
Erwin Schönenberger

SULGEN. «Aussergewöhnlich», der Begriff trifft auf das Konzert vom Samstag mehrfach zu. Aussergewöhnlich ist die Zusammensetzung des Trios Dacor mit Jacqueline Ott am Marimbaphon, Paolo D'Angelo am Akkordeon und Jojo Kunz am Kontrabass. Aussergewöhnlich ist auch, dass das Trio nicht die folkloristische Musik aus Argentinien und Brasilien spielte, sondern einen Querschnitt durch die zeitgenössische Musik Südamerikas bot. Leider ist auch aussergewöhnlich, dass nur wenige Dutzend Zuhörer das Konzert genossen.

Begleitakkord, Zwölftonmusik

Natürlich hat kein Komponist seine Stücke für die ungewöhnliche Besetzung des Trios Dacor geschrieben. Den Musikern ist es aber gelungen, die moderne südamerikanische Musik so zu adaptieren, dass ein besonderes Klangerlebnis zustande kam. Da wirbelte Ott auf ihrem Marimbaphon, Kunz begnügte sich am Kontrabass nicht nur mit Begleitakkorden, sondern spielte darauf auch wie auf einem Cello, und D'Angelo gelang es immer wieder, auf dem Akkordeon die typisch südamerikanischen Klänge beizusteuern. Nachdem man sich an die modernen Kompositionen, die bis hin zur Zwölftonmusik reichten, gewöhnt hatte, genoss man das Spiel und spürte, dass Künstler am Werk waren, die nicht nur musizierten, sondern in der südamerikanischen Musik aufgingen.

Fein und wild-feurig

Die Arrangements der Kompositionen aus Argentinien und Brasilien zeigten die ganze Vielfalt der Gefühle, die der Komponist vermitteln wollte. Da wechselten äusserst feine, fast unhörbare Passagen mit wild-feurigen Rhythmen, zu denen man sich auch Tänzer vorstellen konnte. Das Publikum liess sich von der Musik fesseln, nachdem es sich an die moderne Klangwelt gewöhnt hatte. Der grosse Applaus zum Schluss des Konzertes zeigte dem Trio, dass es verstanden hat, moderne südamerikanische Musik in die Schweiz zu bringen und damit zu begeistern.

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