Ein unnötiges Manöver

Eine Stunde mehr pro Woche arbeiten, um die Hälfte reduzierte Überstundenzuschläge und keine Begleitung und Beratung mehr für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, denen aus wirtschaftlichen oder betrieblichen Gründen gekündigt wird: Das alles möchte eine bürgerliche Mehrheit künftig im Personal-

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Eine Stunde mehr pro Woche arbeiten, um die Hälfte reduzierte Überstundenzuschläge und keine Begleitung und Beratung mehr für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, denen aus wirtschaftlichen oder betrieblichen Gründen gekündigt wird: Das alles möchte eine bürgerliche Mehrheit künftig im Personal- und Besoldungsreglement ändern. Die Begründung ist in solchen Fällen stets die gleiche: Anpassung an die Privatwirtschaft.

Ein unnötiges Manöver, ohne eigentlich ersichtlichen Hintergrund, das zudem zu einer Zweiklassengesellschaft führt. Denn die bestehenden Verträge werden weiterhin gültig bleiben und somit treten die vorgeschlagenen Änderungen nur bei Neueintretenden in Kraft. Betroffen von der massiven Kürzung der Zuschläge bei Überstunden sind primär Mitarbeitende des Werkhofs, denn sie müssen vor allem sonntags und nachts ausrücken, damit beispielsweise die Abfallkübel geleert werden oder im Winter gepfadet wird. Und das sind Angestellte der Stadt, die diese Zulagen besonders verdienen, sorgen doch vor allem sie dafür, wie Arbon von Besuchern wahrgenommen wird.

Enrico Berchtold

e.berchtold@tagblatt.ch

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