Ein Stück Unternehmenskultur

Die vom Roggwiler Kleinbetrieb zum regionalen KMU gewachsene Haustechnik Eugster AG investiert in die Zukunft: In Steineloh erstellt sie einen Neubau und zentralisiert dort ihre Aktivitäten – zu ihrem 40-Jahr-Jubiläum.

Max Eichenberger
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Die Visionalisierung zeigt den Neubau in Steineloh neben der Landi. Der Bezug ist im Herbst 2016 geplant. (Bild: pd)

Die Visionalisierung zeigt den Neubau in Steineloh neben der Landi. Der Bezug ist im Herbst 2016 geplant. (Bild: pd)

ROGGWIL. Als Daniel Eugster ins elterliche Geschäft eingestiegen war, 2000, beschäftigte die Firma noch sechs Leute. Heute hat der Betrieb, der in Roggwil zwischen Beck und Mühle seinen Ursprung hatte, dreissig Mitarbeiter. Zum einen ist das gewerbliche Unternehmen durch Übernahmen grösser geworden. So sind im Zuge von Nachfolgelösungen 2007 zunächst die Firma Kos in Tübach und 2009 dann die Firma Diethelm in Romanshorn integriert worden.

Organisch gewachsen

Vor allem aber ist Eugster ab der Jahrtausendwende kontinuierlich organisch gewachsen – mit gesteigerter Nachfrage in grösseren Märkten. Und das über den Sanitärbereich hinaus, der mit der Spenglerei den Anfang gesetzt hatte. Durch die Übernahme von Diethelm erfolgte auch der Einstieg in den Heizungsbereich.

Platz in Roggwil knapp

«Es ist nun nicht primär so, dass wir eine Wachstumsstrategie fahren. Aber wir werden durch unseren Neubau die Prozesse wesentlich optimieren können», sagt Daniel Eugster, der 2002 den von Heinz und Heidi Eugster begründeten Familienbetrieb übernommen hatte.

Am angestammten Standort hinter der Roggwiler Post sah sich Eugster zunehmend mit einem Platzproblem konfrontiert. Für den 42jährigen Firmeninhaber ist die Investition in die Zukunft aber auch ein unternehmensphilosophischer Schritt: «Eine Unternehmung muss sich immer wieder bewegen und entwickeln können. In zehn Jahren käme er womöglich zu spät. Der Neubauentscheid sei 2012 getroffen worden. Vor eineinhalb Jahren kaufte Eugster 4001 Quadratmeter Land im Pünt in Steineloh, auf Roggwiler Gemeindegebiet, neben der Landi.

Zum 40-Jahr-Jubiläum fertig

Am Montag erfolgte der Spatenstich. Im Herbst 2016 soll der 70 mal 30 Meter grosse Neubau fertiggestellt sein und bezogen werden können – just zum 40-Jahr-Jubiläum der Firma. Der Standort beim A1-Zubringer-Anschluss Arbon West sei optimal, sagt Daniel Eugster: vor den Toren von Arbon, nahe Romanshorn und auch St. Gallen: «Wir sind von hier aus schnell in unseren zentralen Märkten.»

Ein Stück Unternehmenskultur

Der transparente technische Holzbau soll auch die offene Philosophie des Betriebs widerspiegeln und seine Unternehmenskultur abbilden. Werkstatt, Ausstellung, Lager, Büros: Alles gehe sozusagen ineinander über. Damit würden auch den Mitarbeitern attraktive Arbeitsplätze und eine Perspektive geboten. Der Neubau – mit Erdsonden und Photovoltaikanlage – wird in Minergie-P-Standard ausgeführt: «Das heisst, wir produzieren mehr Energie, als wir brauchen.»

Badstudios in Zentren

Der Standort Romanshorn an der Kreuzlingerstrasse wird aufgehoben, dafür an der Bahnhofstrasse 10 ein Badstudio eröffnet. «In Tübach haben wir nur noch ein kleines Lager, das wir nicht mehr brauchen. Die jetzigen Geschäftsräumlichkeiten in Roggwil werden wir vermieten. Da stehen wir vor der Vertragsunterzeichnung.» Das Badstudio im Arboner Grossenbacher-Hochhaus bleibe bestehen.

Firmeninhaber Daniel Eugster auf dem 4001 Quadratmeter grossen Bauplatz auf Roggwiler Gemeindegebiet. (Bild: Max Eichenberger)

Firmeninhaber Daniel Eugster auf dem 4001 Quadratmeter grossen Bauplatz auf Roggwiler Gemeindegebiet. (Bild: Max Eichenberger)