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Ein Segeltörn der anderen Art

BOTTIGHOFEN. Sehbehinderte und blinde Menschen sind mit Betreuern des Internationalen Blindenzentrums Landschlacht in See gestochen. Für sie war es ein besonderes Erlebnis.
Manuela Olgiati
Die Segler und ihre Gäste sind für ihren Ausflug bereit. (Bild: Manuela Olgiati)

Die Segler und ihre Gäste sind für ihren Ausflug bereit. (Bild: Manuela Olgiati)

Im Bottighofer Hafen besteigen am Samstag 32 Personen Segelboote. Eigentlich nichts besonderes. Doch sie werden an der Hand geführt. Die Gäste sind blind oder stark sehbehindert. Sie absolvieren unter der Leitung von Doris Blum einen Kurs im Internationalen Blindenzentrum (IBZ) in Landschlacht. Am Ruder sind die Skipper und ihre Helfer bereit. Während drei Stunden drehen sie auf dem Bodensee im Konstanzer Trichter ihre Runden.

In die Manöver miteinbezogen

Den Organisatoren des Anlasses, der Stiftung Schmetterling, ist es wichtig, den blinden Menschen eine Freude zu bereiten. Sie werden in die Segelmanöver und in das Steuern des Schiffes integriert. Die klaren Anweisungen helfen, die Schiffe auf Kurs zu halten. Für das Sicherheitsdispositiv ist unter anderem Charly Böhler mit seinem Motorboot vor Ort. Die Leute auf dem zweiten Sicherungsschiff kontrollieren das Befinden der Gäste. Curdin Schenkel stellt fest, dass es den Gästen sehr gut gefällt. Zum Teil können sie sogar ins kühle Nass hüpfen. «Die Stimmung auf den Schiffen und im Wasser ist sensationell», sagt der Präsident der Stiftung.

Rollentausch zum Schluss

Dass ein Segeltörn mit behinderten Menschen nur bei schönem Wetter durchgeführt werden kann, ist aus sicherheitstechnischen Gründen klar. Die Stiftung hat von vier geplanten Anlässen zwei Törns durchführen können. «Es war dä Plausch», ist von den Seglern am anschliessenden Grillfest im IBZ zu hören. Mit dem Rollentausch nach dem Transfer ins IBZ ist für ein besonderes Erlebnis gesorgt. Denn Skipper und Crew geniessen den Apéro in der «UnsichtBar». In der völligen Dunkelheit sind Tastsinn und Gehör für sehende Menschen besonders gefordert.

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