Ein Restaurant für alle

BISCHOFSZELL. Besitzerwechsel im «Muggensturm»: Myrta Bucher und ihre Schwester Marianne Meier begrüssen ab 22. August ihre Gäste. Willkommen sind auch Brautpaare, die im Garten den Apéro geniessen möchten.

Andrea Kern
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Die neuen Gastgeberinnen im «Muggensturm»: Myrta Bucher und Marianne Meier. (Bild: Nana do Carmo)

Die neuen Gastgeberinnen im «Muggensturm»: Myrta Bucher und Marianne Meier. (Bild: Nana do Carmo)

«Dann machen wir halt ein Restaurant auf», sagten sich Myrta Bucher, ihr Mann sowie ihre Schwester Marianne Meier, als sie sich den «Muggensturm» anschauten. Gesucht hatten sie eigentlich ein schönes altes Einfamilienhaus. Und als solches war der ehemalige Gasthof auch ausgeschrieben. «Wir dachten bereits anhand der Fotos, dass das Riegelhaus ein Restaurant sein könnte, und als wir dann davor standen und das alte Schild mit der Beschriftung <Landgasthof> sahen, war alles klar», sagt Myrta Bucher und lacht.

Die 57-Jährige kommt aus dem Gastgewerbe. Sie absolvierte ursprünglich die Hotelfachschule in Luzern, war Reiseleiterin, Receptionistin in einer internationalen Firma und Gästebetreuerin. «Wir haben uns dann in das alte Gebäude und den wunderschönen Garten verliebt und fühlten uns gleich wie zu Hause.»

Familienbetriebe aus der Region

Für die Schwestern fiel der Entscheid deshalb leicht, zumal sie bereits früher zusammen ein Restaurant geführt haben. Dies mit der gleichen Aufgabenteilung: Myrta Bucher arbeitet im Service, Marianne Meier ist in der Küche für das Kulinarische zuständig. Die beiden legen Wert auf eine marktfrische und saisonale Küche. «Zudem möchten wir als Lieferanten Klein- und Familienbetriebe aus der Region bevorzugen», sagt Marianne Meier.

Zu den Spezialitäten der 53-Jährigen gehören der Flammkuchen, den man ausserhalb der normalen Essenszeiten bestellen kann, sowie das «Muggensturm»-Cordon-bleu mit Äpfeln, Rohschinken und rezentem Käse. «Für uns ist es selbstverständlich, dass wir immer wieder etwas mit Äpfeln auf die Karte nehmen werden. Das gehört einfach zu dieser Gegend», findet Marianne Meier. Sie würzt die Gerichte mit frischen Kräutern aus dem Garten.

An Velo- und Wanderweg

Der «Muggensturm» soll ein Restaurant für alle sein. Ob Velofahrer, Spaziergänger, Töfffahrer, Reiter oder Gäste, die mit dem Auto hinfahren, alle seien willkommen und dürfen sich in der Gartenoase ausruhen. «Wir befinden uns schliesslich an einem Velo- und Wanderweg.» Ebenfalls ist es für Vereine, KMU, Banken, Versicherungen oder weitere Gruppen möglich, das Weisse Säli als Sitzungszimmer zu reservieren. Über W-LAN gibt es Zugang zum Internet.

Wesentliche bauliche Veränderungen haben die neuen Besitzer am über 200jährigen Landgasthof nicht vorgenommen. Zu einem späteren Zeitpunkt sollen die Wohnungen, welche das Ehepaar Bucher, Marianne Meier sowie der Koch demnächst bewohnen, renoviert werden. Zuvor möchte Myrta Bucher aber das Gartenhäuschen herausputzen. Geplant ist ein Romantikhäuschen. «Der Garten ist traumhaft für Fotos und ideal für Hochzeitsapéros. Nachmittags ist es so schön hier und trotzdem nie zu heiss», schwärmt Myrta Bucher. Sie stellt sich vor, dass sich das Brautpaar im Häuschen für einen Moment zurückziehen kann. «Schliesslich präsentiert sich Bischofszell als Hochzeitsstädtchen.»

Alle sagen Grüezi

Die Gastgeberinnen kannten zuvor weder den «Muggensturm» noch Bischofszell. Myrta Bucher lebte in Zug und Marianne Meier in Schlattingen. Sie haben sich in der Rosenstadt aber schnell wohl gefühlt. «Wir sind freundlich und herzlich aufgenommen worden», sagt Marianne Meier. Und ihre Schwester ergänzt: «Seit Jahren haben uns auf der Strasse nicht mehr so viele Leute Grüezi gesagt wie in Bischofszell.»