Ein Platz zum Verweilen

Für die Erneuerungswahlen der Sekundarschulbehörde Weinfelden hat sich ein sechster Kandidat angemeldet. Am 8. Februar wird auch darüber entschieden, ob der Aussenplatz des Pestalozzi-Schulhauses neu gestaltet wird.

Christof Lampart
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Kunst statt Steingarten: Die neue Umgebung des Pestalozzi. (Bild: zVg)

Kunst statt Steingarten: Die neue Umgebung des Pestalozzi. (Bild: zVg)

Weinfelden. Kurz nachdem die offizielle Liste der Kandidierenden erschienen war, meldete ein sechster Kandidat sein Interesse für ein Amt in der Sekundarschulbehörde an: Daniel Kramer, christlicher Psychologe und parteilos. Wie Sekundarschulpräsident Roger Häfner-Neubauer sagte, werde er am öffentlichen Schulbehörde-Podium vom 19. Januar die Gelegenheit erhalten, sich und seine Positionen vorzustellen.

Brunnen geschenkt

Ebenso wird das Stimmvolk am 8. Februar über den Baukredit von 510 000 Franken für die Aussengestaltung des Sekundarschulhauses Pestalozzi abzustimmen haben. Der Platz soll neu zum Verweilen einladen. Ein Brunnen mit der Metallskulptur Heraklit im Zentrum – eine Schenkung, die das Budget nicht belasten wird – soll Anziehungspunkt und Zentrum zugleich sein. Die Skulptur wurde vom Eisenplastiker Folco Natale Tomaselli geschaffen, dessen Sohn Janus gegenwärtig in der Sekundarschulbehörde tätig ist und das Projekt mit besonderem Interesse verfolgt. «Die Skulptur wird so plaziert werden, dass sie von allen Seiten gut sichtbar ist», so Tomaselli.

Umfasst wird der Brunnen von einem grossen Kreissegment aus Beton, welches die Formensprache des Brunnens gelungen aufnimmt. Auch werden die zu ersetzenden Allee-Kastanien entlang der Rathausstrasse ein wenig nach innen verschoben, womit eine klare Trennung zwischen dem Trottoir und den Bäumen entsteht. Insgesamt kostet das Projekt 560 000 Franken, wovon die Politische Gemeinde Weinfelden 50 000 Franken übernimmt, da sie von der Ortsaufwertung im Dorfkern massiv profitiert.

Sowohl die Primar- als auch die Sekundarschulgemeinde Weinfelden stimmen am 8. Februar über eine Anpassung ihrer Gemeindeordnungen ab. Diese umfasst bei beiden Schulgemeinden folgende gemeinsame Änderungsvorschläge:

• Erlass und Änderungen der Gemeindeordnung können neu an der Schulgemeindeversammlung zur Abstimmung unterbreitet werden (bis anhin waren Urnenabstimmungen notwendig). • Die Kreditlimiten, welche eine Genehmigung an der Schulgemeindeversammlung erfordern, werden neu auf 100 000 Franken für einmalige, auf 10 000 Franken für wiederkehrende Aufwendungen erhöht. • Neu wird der Zirkulationsbeschluss als Möglichkeit der Beschlussfassung in der Behörde aufgenommen.

Noch fünf statt sechs

Ebenso wird festgehalten, dass ab dem Jahr 2013 durch die Fusion der Primarschulen Amlikon-Bissegg und Fimmelsberg auf den 1. Januar 2010 hin nur noch fünf statt wie bis anhin sechs Vertreter der Primarschulgemeinden Einsitz in der Sekundarschulbehörde Weinfelden haben werden.