Ein Ort für Biofreunde

WEINFELDEN. Bereits zum elftenmal findet am Samstag der Ostschweizer Biomarkt in Weinfelden auf dem Platz des Pestalozzischulhauses statt. Ostschweizer Bauern und Verarbeiter zeigen den Besuchern ihr Angebot.

Anna Hug
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Der Ostschweizer Biomarkt, der immer am Ende des Sommers in Weinfelden stattfindet, kann sich über mangelnde Besucher nicht beklagen. (Bilder: pd)

Der Ostschweizer Biomarkt, der immer am Ende des Sommers in Weinfelden stattfindet, kann sich über mangelnde Besucher nicht beklagen. (Bilder: pd)

Der Platz beim Pestalozzischulhaus verwandelt sich am Samstag zum Treffpunkt für Biofans. An mehr als 50 Ständen zeigen Produzierende und Verarbeitende im Rahmen des Ostschweizer Biomarktes eine reichhaltige Palette an verlockenden Produkten und Spezialitäten, alles natürlich aus biologischem Anbau. Der Weinfelder Biomarkt ist in seiner elfjährigen Geschichte zu einem Schaufenster der Ostschweizer Bioproduktion geworden.

Schweizer Bäuerinnen und Bauern spielten in der Entwicklung des biologischen Landbaus eine führende Rolle. Im Jahr 1924, kurz nach der Entwicklung der biologisch-dynamischen Wirtschaftsweise durch Rudolf Steiner, entstanden bereits Betriebe in der Schweiz, die seine Methoden anwandten. Hans Müller lehrte die Landwirte in den 1940er-Jahren die Bedeutung fruchtbarer Böden und einer nachhaltigen Bewirtschaftung. Die moderne Zeit des biologischen Landbaus wurde 1981 durch die Gründung der Vereinigung Schweizer Biolandbau-Organisationen «Bio Suisse» eingeläutet. Im selben Jahr wurden auch die ersten gemeinsamen Richtlinien eingeführt. Die Mehrheit der Schweizer Biobauern ist Mitglied der «Bio Suisse».

Mit Bio überzeugen

Das erste Mal fand der Biomarkt in Weinfelden vor elf Jahren statt. Seither treffen sich Bio-Anhänger jedes Jahr Ende August auf dem Schulhausplatz, um in der vielfältigen Produktauswahl zu stöbern. Nicht nur Biofans sind am Samstag willkommen. «Es ist auch toll, wenn wir Leute, die mit Vorbehalt gegen diese Produkte reden, von Bio überzeugen können», sagt Mitorganisatorin Sonja Tomaselli. Die Idee zum Projekt hatte der Verein Bio Ostschweiz. Mit Hilfe des Geschäfts «biosfair» in Weinfelden, dem grössten Bio- und Fair-Trade-Fachgeschäft im Thurgau, wurde die Idee verwirklicht. Einige Jahre später stieg das Kornhaus zu Vogelsang aus Dussnang ebenfalls ins Organisationsteam ein. Zweck des Anlasses ist, Kontakt zwischen dem Konsumenten und Produzenten herzustellen. «Der Verbraucher soll sehen können, wer hinter den Bioprodukten steckt», sagt Markus Fillinger. Er arbeitet im «biosfair» und war dabei, als das Projekt entstand.

Degustieren am Stand

Vieles wird angeboten für das Kochen zu Hause, anderes lädt zum direkten Genuss am Markt ein. Es gibt Sitzgelegenheiten und auch Gastrobetriebe, die am Markt Speisen zubereiten. Neben den im Zentrum stehenden Lebensmitteln werden auch andere Produkte und Informationen für eine umweltschonende Lebensweise angepriesen. Ein kulturelles Begleitprogramm mit verschiedenen Musikformationen lädt zum längeren Verweilen am Markt ein. Für Kinder gibt es mit dem «Blumenzelt», dem «Gschichtewage» und einem kleinen Streichelzoo besondere Attraktionen.

Finanziell und ideell unterstützt wird der Anlass von «Bio Suisse».

Das ausgesuchte Angebot ist eine Stärke des Biomarktes. (Bild: Lukas Fleischer   8570 Weinfelde)

Das ausgesuchte Angebot ist eine Stärke des Biomarktes. (Bild: Lukas Fleischer 8570 Weinfelde)