Ein Ohrenschmaus hoch drei

Die Hauptprobe für die kommenden Wettbewerbe ist ihnen gelungen: In Bottighofen spielten die Musikgesellschaft Scherzingen, die Stadtharmonie sowie das Jugendorchester Kreuzlingen.

Erwin Schönenberger
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Das Jugendblasorchester Kreuzlingen bei seiner Konzert-Hauptprobe. (Bild: Erwin Schönenberger)

Das Jugendblasorchester Kreuzlingen bei seiner Konzert-Hauptprobe. (Bild: Erwin Schönenberger)

bottighofen. Nur die vordersten Plätze blieben am Gemeinschaftskonzert der drei Vereine im Dorfzentrum Bottighofen frei. Man war gespannt und überzeugt, einen Abend mit bester Blasmusik zu erleben. Für die beiden Erwachsenenvereine steht der grosse Auftritt am Eidgenössischen Musikfest in St. Gallen bevor, während sich das Jugendblasorchester Kreuzlingen am Jungfrau Music Festival Interlaken der Jury stellen wird.

Die Musikgesellschaft Scherzingen tritt unter der bewährten Leitung von Roland Betschen in der 3. Stärkeklasse zum Wettbewerb an. Mit dem Aufgabestück «Quingenti» von Vivian Domenjoz und dem Selbstwahlstück «Pompeji» von Mario Bürki präsentierte das Korps zwei Stücke, die auch für Blasmusiklaien gut nachvollziehbar waren. Bei «Quingenti» kamen die Besucher in den Genuss einer gefühlvollen Interpretation, die eine Verbindung der alten Musik mit modernen Klängen schaffte. Ein Genuss war die Umsetzung des Vulkanausbruchs von Pompeji. Das Korps überzeugte durch Dynamik ebenso wie durch die Gestaltung.

Aufsteiger des Jahres

Bei Spitzenköchen würde man die Entwicklung der Stadtharmonie Kreuzlingen mit dem Prädikat Aufsteiger des Jahres bewerten. Innert kurzer Zeit hat sich das Korps von einem kleinen Verein zu einem Blasorchester mit über 50 Mitgliedern entwickelt, das in St. Gallen in der 2. Stärkeklasse antritt. Unter der Leitung von Stefan Roth wurde ein musikalischer Fortschritt erzielt, der auf einen sehr guten Platz am Eidgenössischen hoffen lässt.

Effektvoll gestaltete Roth mit seinem Korps das Aufgabenstück «Der Magnetberg» von Mario Bürki. Leicht und locker wirkte das Selbstwahlstück «Four Norfolk Dances» von Philip Sparke.

Jugend mit grosser Besetzung

Nicht nur optisch, auch musikalisch bot das Jugendblasorchester Kreuzlingen einen eindrücklichen Auftritt. Im Orchester, das die Bühne füllte, entdeckte man auch Spezialinstrumente wie Cello, Kontrabass, Klavier und Englischhorn. Mit «Symphonic Overture» von James Barnes, «Sacri Monti» von Mario Bürgi und «Harlequin» von Franco Cesarini hat sich das Orchester Werke ausgewählt, die gehörfällig, aber auch anspruchsvoll sind. Besonders auffallend war die hervorragende Technik der jungen Musikantinnen und Musikanten und der herrliche, vielfältige Klang des Orchesters.

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