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Ein neues Zentrum für Egnach

Die Thurella AG will den Egnachern nach der Übergabe der Mosterei an die Mosterei Möhl AG keine Industriebrache hinterlassen. Stattdessen soll eine Überbauung mit 140 Wohnungen entstehen.
Michèle Vaterlaus
Ansicht des Mostereigebäudes nach Realisierung der Überbauung von der Ostseite her. (Bilder: pd)

Ansicht des Mostereigebäudes nach Realisierung der Überbauung von der Ostseite her. (Bilder: pd)

EGNACH. 33 000 Quadratmeter Industriebrache. Das muss nicht sein, finden die Verantwortlichen der Thurella AG. Deshalb planen sie an ihrem ehemaligen Standort in Egnach eine Wohnüberbauung mit 140 Wohnungen. Es soll ein neues Dorfzentrum mit Begegnungszone und Gewerbe entstehen. Das entsprechende Projekt haben sie am Dienstagabend an einer Informationsveranstaltung im Saal des Restaurants Sternen präsentiert. Die Veranstaltung stiess auf reges Interesse. 150 Egnacherinnen und Egnacher folgten der Einladung.

Mosterei wird prägend

«Bis zur Baureife wollen wir das Projekt selber begleiten. Dann wollen wir einen Käufer finden», sagte Heinz Stübi, Vizepräsident des Verwaltungsrates der Thurella AG. In Zusammenarbeit mit dem Bereuter Architekturbüro aus Rorschach, mit der Denkmalpflege und im Austausch mit der Gemeinde ist die Idee entstanden. «Prägend soll die markante Fassade der Mosterei sein. Das Gebäude ist denkmalgeschützt», sagte Architekt Hans Bereuter. Ebenfalls erhalten bleibt das Restaurant Sternen, da auch dieses geschützt ist. «Die insgesamt neun Bauten sollen höchstens dreigeschossig bis viereinhalbgeschossig sein, aber nicht höher als die Mosterei.» In der Mosterei seien Lofts denkbar. In den anderen Gebäuden sind Zweieinhalb- bis Fünfeinhalb-Zimmer-Wohnungen vorgesehen.

Auf der Bahnhofstrasse, zwischen der Mosterei und dem Landi-Gebäude, soll ein Dorfplatz mit Begegnungszone entstehen. Der Schwerverkehr soll künftig über die Bucherstrasse gelotst werden, wobei diese im Bereich Bahnhof eine 30er-Zone sein wird. Der Veloweg soll mit einer Unterführung nördlich der Bahngeleise geführt werden.

Damit die Überbauung realisiert werden kann, muss der Zonenplan geändert werden. «Wir haben hier teils Gewerbezone, teils Industriezone. Eine Möglichkeit wäre eine Kernzone 3, wie sie bereits südlich des Areals besteht», sagte Boris Binzegger vom Planungsbüro Niklaus und Partner AG. Auch müsste beispielsweise der Anbau der Mosterei aus dem Schutzplan herausgelöst werden, damit er abgebrochen werden kann. Bis die Umzonungen und die Änderung des Schutzplans abgeschlossen sind, wird es gemäss Fahrplan Frühsommer 2016.

Skeptische Besucher

Die Besucher der Veranstaltung waren skeptisch – vor allem gegenüber der Begegnungszone. «Im Winter läuft hier nichts, es ist eine Illusion zu glauben, das trage zur Belebung bei», sagte ein Votant. Zudem sei eben erst die Post geschlossen worden. Die Egnacher machen sich Sorgen, dass der Volg und die Bank folgen werden.

Ein weiterer Votant fragte, woher die Thurella sicherstellen wolle, dass das Projekt nach einem Verkauf tatsächlich realisiert werde. «Wir werden einen entsprechenden Investor suchen, der das Projekt umsetzen will», sagte Heinz Stübi. Denn Egnach liege dem Verwaltungsrat am Herzen. Schon zu Beginn sagte Stübi: «Wir fühlen uns als Egnacher, als Teil vom Dorf.»

Eine Chance für das Dorf

«Das Projekt ist gut durchdacht, mehrfach und intensiv diskutiert. Es ist eine Chance für unsere Gemeinde», sagte Gemeindeammann Stephan Tobler an der Informationsveranstaltung. Ihm und auch den Projektverantwortlichen sei es wichtig, dass die Egnacher das Projekt mitprägten. Inputs, Anregungen und Fragen können bis Ende Februar an das Planungsbüro Niklaus und Partner geschickt werden.

Sicht auf die Überbauung von der Südseite her mit Blick Richtung Norden.

Sicht auf die Überbauung von der Südseite her mit Blick Richtung Norden.

In der Mitte zwischen den Neubauten beziehungsweise den umgebauten Liegenschaften (gelb eingefärbt) führt die Bahnhofstrasse hindurch – sie ist als Platz gestaltet.

In der Mitte zwischen den Neubauten beziehungsweise den umgebauten Liegenschaften (gelb eingefärbt) führt die Bahnhofstrasse hindurch – sie ist als Platz gestaltet.

Hans Bereuter Architekt der Bereuter Architekturbüro AG Rorschach (Bild: Michèle Vaterlaus)

Hans Bereuter Architekt der Bereuter Architekturbüro AG Rorschach (Bild: Michèle Vaterlaus)

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