Ein neuer Schiesskeller für Weinfelden

Hanspeter Bürgi und Thomas Hafen wollen angrenzend an die Waffenschmiede «Tom's Büchsenmacherei» einen Schiesskeller bauen. Auf Lärmschutz und eine gute Lüftung des Kellers achten sie besonders. Bis im Sommer soll das Gebäude fertig sein.

Mario Testa
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Bauherr Hanspeter Bürgi, Büchsenmacher Thomas Hafen und Architekt Daniel Keel besprechen die Pläne. (Bild: Mario Testa)

Bauherr Hanspeter Bürgi, Büchsenmacher Thomas Hafen und Architekt Daniel Keel besprechen die Pläne. (Bild: Mario Testa)

WEINFELDEN. Im Thurgau gibt es noch eine Handvoll Schiesskeller, die meisten sind in Privatbesitz. Nun wollen Hanspeter Bürgi und Thomas Hafen einen sechsten Keller bauen, nachdem vor einem Jahr ihr Schiesskeller in Schönenberg abgebrannt ist. Als Standort haben sie die Parzelle an der Mühlfangstrasse auserkoren, auf der heute schon ihre Büchsenmacherei steht.

«Wir brauchen wieder einen Schiesskeller», sagt Büchsenmacher Thomas Hafen. «Einerseits zum Testen der reparierten und neuen Waffen und Visiere, andererseits für Schiesskurse. Dazu kommen Angestellte von Sicherheitsfirmen, Polizisten und Schützen, die bei uns trainieren möchten.» Öffentlich zugänglich wird der Schiesskeller nicht sein. Nur wer Schiesserfahrung, ein Strafregisterauszug und einen Versicherungsnachweis einreicht, kann Mitglied werden.

Das Baugesuch für den Schiesskeller hat die Gemeinde Weinfelden Anfang Februar bewilligt. «Der Kanton und auch der eidgenössische Schiessoffizier haben unser Bauprojekt genaustens unter die Lupe genommen, so dauerte das ganze Verfahren fast ein Dreivierteljahr», sagt Hafen. Besonders geachtet hätten die Experten auf die Sicherheitsvorschriften, Lärmimmissionen und die Abluftanlage. «Wir haben uns viele Schiesskeller in der Schweiz angeschaut, und die besten Lösungen für unser Projekt übernommen», sagt Architekt Daniel Keel.

In einem Monat sollen die Bagger auffahren, schon im Sommer soll der Bau, der gut eine Million Franken kostet, fertig sein. Dann stehen dem Büchsenmacher und seinen Kunden ein 30 Meter langer Keller für das Schiessen mit Faustfeuerwaffen und ein kleinerer zum Testen von Gewehren zur Verfügung.

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