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Ein Meister des leisen Flugs

SCHWEIZERSHOLZ. Der 19jährige Konstrukteurlehrling Jonas Langenegger aus Schweizersholz ist Schweizer Meister im Segelkunstflug. An den Titelkämpfen im Waadtländer Dorf Bex errang er diese Auszeichnung in der Kategorie Espoirs.
Werner Lenzin
Segelflieger Jonas Langenegger feiert seinen bisher grössten Erfolg; auch seine berufliche Zukunft sieht er im Cockpit. (Bild: Werner Lenzin)

Segelflieger Jonas Langenegger feiert seinen bisher grössten Erfolg; auch seine berufliche Zukunft sieht er im Cockpit. (Bild: Werner Lenzin)

Jonas Langenegger ist ein bescheidener und ruhiger junger Mann. Nach seiner Primarschulzeit in Schweizersholz, wo er heute noch bei seinen Eltern auf dem ehemaligen Bauernhof seines Grossvaters wohnt, begann er in der ersten Sekundarklasse im Bischofszeller Bruggfeld mit dem Bau seines ersten Modellfliegers. «Ich habe meinen ersten ferngesteuerten Segelflieger nach einem Plan selbst gebaut und mit Folie überzogen», erinnert er sich. Später konstruierte er Motorflieger mit Elektromotoren, die er in der Wiese neben seinem Elternhaus in der «Andrüti» in die Lüfte steuerte.

Schnuppertag in Amlikon

«Das Begeisterungsfeuer für die Fliegerei entbrannte in mir so richtig, als ich an der Wega 2008 in einen von der Segelfluggruppe Cumulus ausgestellten Flieger steigen durfte», sagt Langenegger. Bald darauf erhielt er von seinen Eltern zum Geburtstag einen Gutschein für einen Schnuppertag auf dem Flugplatz in Amlikon. «Nach einem Theorieabend durfte ich an einem Samstag am Flugbetrieb teilnehmen und auf dem Vordersitz, begleitet von einem Fluglehrer, bei guter Thermik meinen ersten Schleppflug und einen Windenstart erleben», erzählt der Schweizersholzer.

30 Stunden Ausbildung

Vollends fasziniert von der Fliegerei folgte, nach intensiven 30 Stunden Ausbildungszeit und 50 bis 60 Starts, der erste Soloflug. «Obwohl ich diesen lange ersehnt hatte, war es ein unvergessliches und überraschendes Gefühl, alleine im Flieger zu sitzen und über dem Flugplatz eine fünfminütige Volte zu fliegen», sagt Jonas Langenegger. Er erhielt nach erfolgreicher Prüfung im Sommer 2010 das Segelflugbrevet. Sein längster Flug führte ihn mit einem Leistungsflieger von Typ LS 4 bei guten thermischen Bedingungen von Amlikon über Singen, Donaueschingen, und zurück nach Amlikon.

Mit 200 Stundenkilometern

Der glückliche Umstand, dass in Amlikon Fluglehrer Jochen Reuter, ehemaliges Mitglied der deutschen Nationalmannschaft und Weltmeister im Kunstfliegen, unterrichtete, führte dazu, dass Jonas Langenegger vor einem Jahr zusammen mit zwei Kollegen mit der Ausbildung zum Kunstflieger begann. «Vor jedem Start besprechen wir am Boden genau die Figuren, den Ablauf und die Geschwindigkeit. Ein Looping sticht man mit 180 bis 200 Stundenkilometern an», weiss der junge Pilot. Mit dem Brevet für den einfachen Kunstflug in der Tasche beteiligte sich Jonas Langenegger als Jüngster mit Konkurrenten zwischen 20 und 40 Jahren an den Schweizer Meisterschaften im Segelkunstflug im waadtländischen Bex in der Kategorie Espoirs. Hier werden Figuren geflogen, die mit dem Brevet im einfachen Kunstflug möglich sind.

Zehn bis zwölf Figuren

Die Aufgabe ist anspruchsvoll: Auf einem Kubikkilometer musste Langenegger mit der von einem Bekannten geliehenen Pilatus B4 ein Programm von zehn bis zwölf bekannten, selber zusammengestellten Figuren fliegen. Man erfährt bei einem solchen Wettbewerb viel Lehrreiches und sammelt Erfahrungen», freut sich der neue Schweizer Meister.

Pilotenlaufbahn im Fokus

Jonas Langeneggers Pläne für die berufliche Zukunft sind konkret. Nach Abschluss von Lehre und BMS fasst er ein Maschinenbaustudium ins Auge. In wenigen Wochen wird er aber auch an einem Test der Schweizer Luftwaffe in Dübendorf dabei sein und die fliegerische Vorschulung für Militärpiloten ist für ihn ein klares Ziel. An zweiter Stelle steht für ihn die Ausbildung zum Linienpiloten. «Trotz meiner Begeisterung für die Segelkunstfliegerei möchte ich auch das Streckenfliegen weiterhin betreiben», sagt Langenegger.

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