Ein letztes Rennen im Schlamm

BUSSNANG. Mit der siebten Ausgabe geht die Geschichte des Radquers Bussnang zu Ende. Trotz grossem Teilnehmerfeld und attraktiven Kategorien fanden nur wenige Zuschauer den Weg an die Strecke. Den Fahrern machte das Wetter nichts aus.

Mario Testa
Drucken
Teilen
Wagemutig stürzt sich ein Fahrer am Radquer Bussnang den steilen Hang hinunter und sorgt so für Spektakel bei den Zuschauern an dieser Schlüsselstelle. (Bild: Mario Testa)

Wagemutig stürzt sich ein Fahrer am Radquer Bussnang den steilen Hang hinunter und sorgt so für Spektakel bei den Zuschauern an dieser Schlüsselstelle. (Bild: Mario Testa)

Eine braune Spur zwischen Absperrband und Schneemaden. So präsentierte sich die 2350 Meter lange Strecke den Fahrerinnen und Fahrern am gestrigen Radquer in Bussnang. Mit Schlamm verspritzt kämpften sie sich mehrmals über die anspruchsvolle Rundstrecke am Hang zwischen Schulhaus und Stadler Rail. «Dieses Jahr machen etwa 200 Teilnehmer in den verschiedensten Kategorien am Radquer mit», sagt Präsident Urs Huggel. «Das sind etwa gleich viele wie in den letzten Jahren.»

Das OK legt eine Pause ein

Die siebte Ausgabe des Anlasses wird vorläufig auch die letzte sein. Für die relativ kleine Gruppe der Organisatoren bedeutet der Anlass jedes Jahr sehr viel Arbeit und deshalb legen sie eine Pause auf unbestimmte Zeit ein. «Es gibt zwar Interessenten, die sich bei uns gemeldet haben und den Anlass auf die eine oder andere Art weiterführen möchten. Aber das ist alles noch sehr vage», sagt Huggel. Dass das vorläufig letzte Radquer unter seiner Führung verregnet wurde, sei sehr schade. «Der Wetterumschwung kam ein paar wenige Stunden zu früh. Entsprechend sind auch nicht so viele Zuschauer an der Strecke. Vor allem Besucher aus der Region, die sich spontan entscheiden, fehlen aufgrund des Regens.»

Abschluss mit dem Höhepunkt

Gestern nachmittag starteten die Elitefahrer erstmals am Radquer Bussnang in der internationalen Kategorie C1. Nicht zuletzt die vom internationalen Radsportverband UCI vorgegebenen Kriterien bezüglich Strecke und Dopingkontrolle haben den rund 70 Helfern einiges an Mehrarbeit beschert. «Dafür ist unser Rennen nun noch attraktiver für die Fahrer, weil sie Punkte für den Weltcup sammeln können», sagt Urs Huggel. Gewonnen hat das Eliterennen der Holländer David Van der Poel.

Urs Huggel Präsident Verein Radquer Bussnang

Urs Huggel Präsident Verein Radquer Bussnang