Ein leidenschaftlicher Sammler

Am Museumssonntag liess Susi Kihm-Stalder in der Erzählstunde die Erinnerung an das Wy-Stübli und deren Bewohner neu aufleben.

Hugo Berger
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Susi Kihm-Stalder erzählte Geschichten vom Wy-Stübli. (Bild: Hugo Berger)

Susi Kihm-Stalder erzählte Geschichten vom Wy-Stübli. (Bild: Hugo Berger)

AMRISWIL. Die Erzählstunden des Ortsmuseums erfreuen sich grosser Beliebtheit. Ein Besucher weiss wieso: «Man erinnert sich gerne an frühere Zeiten, an Leute, die man kannte und die etwas aus dem Rahmen fielen.» Mit Erinnerungen verbunden ist für viele Amriswiler das Wy-Stübli am Marktplatz.

2,1 Tonnen entsorgt

Susi Kihm-Stalder erinnerte an den geschichtsträchtigen Ort. Weitherum bekannt war ihr Vater, Arthur Stalder, der im Haus am Marktplatz ein Coiffeurgeschäft betrieb und an Fasnacht oder Theaterabenden die Protagonisten schminkte.

Bekannt war aber auch Fritz Stalder, Sohn aus erster Ehe, der als Dorforiginal galt und an den sich heute noch viele mit einem Schmunzeln erinnern. Was aber viele nicht wussten: Fritz Stalder war ein leidenschaftlicher Sammler von Bierdeckeln, Kaffeerahmdeckeli, Joghurtbechern und vielem mehr. «Als wir nach seinem Tode sein Zimmer räumten, mussten wir 2,1 Tonnen Sammelgut entsorgen», erzählt Susi Kihm-Stalder.

Ungenutzte Geschenke

Noch etwas anderes habe man in den unzähligen Schachteln gefunden: Socken und Taschentücher, erinnert sich die Erzählerin und erklärt: «Das waren die Weihnachtsgeschenke vieler Jahre, die er aufbewahrte, aber nie benutzte.»