Ein Leben voller Musik

Joseph Brühwiler hat viele Interessen. Der 100-Jährige musiziert mit Leidenschaft, hegt und pflegt seinen eigenen Garten mit Hingabe und probiert gerne neue Menus aus.

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Joseph Brühwiler spielt leidenschaftlich gerne Klavier. (Bild: pd)

Joseph Brühwiler spielt leidenschaftlich gerne Klavier. (Bild: pd)

ROMANSHORN. Was er auch anfasst, Joseph Brühwiler macht es mit Hingabe. Das war schon so, als er den katholischen Kirchenchor Romanshorn während 27 Jahren geleitet oder vor 41 Jahren das Thurgauer Vokalensemble gegründet hatte. Damals führte der Primarlehrer Stimmen aus dem ganzen Kanton zusammen und liess die Sänger bis zu achtstimmige Kompositionen vortragen. Der Chor wurde vom Regierungsrat mit dem Thurgauer Kulturpreis ausgezeichnet.

Er musiziert mit Begeisterung

Vergangene Woche ist Joseph Brühwiler 100 Jahre alt geworden. Seine Leidenschaft für Musik hat er behalten und sie auch seinen sechs Kindern mitgegeben. Obwohl zwei seiner Finger durch Gicht beeinträchtigt sind, musiziert der Jubilar bis heute mit Begeisterung. Auch Stadtammann David H. Bon kam bei seinem Geburtstagsbesuch in den Genuss einer musikalischen Einlage. Normalerweise setzt sich der zweitälteste Romanshorner abends ans Klavier. «Meine Finger sind dann beweglicher.» Mit den für seine verstorbene Frau und seine Tochter komponierten Stücken fühlt er sich seinen Liebsten nahe. Untertags hat er viele andere Vorhaben. So hegt und pflegt er seinen Gemüsegarten. Lag der Haushalt früher in den Händen seiner Frau, ist das nun sein Metier. Heute kocht er gerne und wagt sich immer wieder an neue Menus. All seine Besorgungen hat er bis vor Kurzem zu Fuss erledigt. «Für grössere Besorgungen nehme ich gerne die Transportdienste meiner Tochter an.» Auch für Bücher und Zeitungen nimmt sich Brühwiler Zeit. «Allerdings bin ich wie in der Musik auch in der Literatur heikel.»

Glückwünsche von Schülern

Obwohl er schon seit 34 Jahren pensioniert ist, haben ihn seine Schüler nicht vergessen. Er durfte Glückwünsche von ehemaligen und teilweise über 80jährigen Schülern entgegennehmen. (red.)