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Ein Leben für die Klaviermusik

In Weinfelden ist der Musiker Klaus Wolters 85jährig gestorben. Ursprünglich hatte Wolters Chemie studieren wollen, doch eine Begegnung mit den Werken von Brahms und Beethoven stimmte ihn um: Er wollte Musiker werden wie sein Vater.

In Weinfelden ist der Musiker Klaus Wolters 85jährig gestorben. Ursprünglich hatte Wolters Chemie studieren wollen, doch eine Begegnung mit den Werken von Brahms und Beethoven stimmte ihn um: Er wollte Musiker werden wie sein Vater. Mit 24 Jahren bereits wurde Klaus Wolters zu Austauschkonzerten in Stuttgart, Brüssel und Paris eingeladen. Es war der Beginn einer vorwiegend kammermusikalisch geprägten Konzertlaufbahn im In- und Ausland während 22 Jahren.

Diese Laufbahn als Pianist fand ein abruptes Ende infolge einer fokalen Dystonie, einer nicht korrigierbaren Verkrampfung des zweiten Fingers der rechten Hand. Von 1972 bis 1988 konnte Klaus Wolters daher nicht mehr konzertieren.

Doch es waren zahlreiche andere Berufszweige, die ihn faszinierten. Sie gehen alle vom weit gefassten Begriff der Musikpädagogik aus. Neben seiner Unterrichtstätigkeit in Winterthur, Bern und Zürich war Wolters unter anderem Prüfungsleiter, er war in der Kommission des Schweizerischen Jugend-Wettbewerbes und Jurymitglied an internationalen Wettbewerben. Er war auch Gründungsmitglied der Jugendmusikschule Winterthur. Dazu schrieb Wolters zahlreiche Standardwerke wie das «Handbuch der Klaviermusik zu zwei Händen», das bereits mehrere Auflagen erlebte, oder das seit langem vergriffene Buch «Orientierungsmodelle für den Klavierunterricht».

Trotz seiner Vergangenheit als Pianist und Fachschriftsteller hat Wolters die letzten Jahre eher zurückgezogen gelebt. Hie und da sah man ihn im Gottesdienst in der evangelischen Kirche. Er war mit der Sopranistin und Klavierlehrerin Magdalena Wolters verheiratet. Es sei ein erfülltes Leben für die Klaviermusik gewesen, schrieb Klaus Wolters einst in einem Lebenslauf. (red.)

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