Ein Jahrhundertwerk

Der Fusionsprozess der Kirchgemeinden Bussnang und Leutmerken zur neuen Evangelischen Kirchgemeinde Bussnang-Leutmerken verlief ohne Nebengeräusche. Die neue Gemeinde startet aus einer Position der Stärke.

Cyrill Rüegger
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Andreas Palm und Karin Marterer Palm betreuen das Pfarramt in der neuen Evangelischen Kirchgemeinde Bussnang-Leutmerken. (Bild: Cyrill Rüegger)

Andreas Palm und Karin Marterer Palm betreuen das Pfarramt in der neuen Evangelischen Kirchgemeinde Bussnang-Leutmerken. (Bild: Cyrill Rüegger)

BUSSNANG/LEUTMERKEN. Der ganze Fusionsprozess dauerte drei Jahre. Dass der Zusammenschluss ohne Nebengeräusche verlief, schreibt Gemeindeberater Daniel Frischknecht aus Bischofszell der Tatsache zu, dass Kirchbürgerinnen und Kirchbürger immer in die Überlegungen mit einbezogen wurden. Dieses Vorgehen habe letztlich zu keinen unerwarteten Schritten geführt – im Gegenteil: «In den beiden neuen Kirchgemeinden konnten motivierte Behörden und Pfarrpersonen gefunden werden, die nun das Potenzial für die Zukunft entfalten.» Neben der Kirchgemeinde Bussnang-Leutmerken wirkt ab dem 1. Januar auch die neue Kirchgemeinde Thunbachtal.

Mehr Spielraum

«In verschiedenen Diskussionsveranstaltungen und Abstimmungen in den betroffenen Kirchgemeinden kristallisierte sich die neue Lösung als breitabgestützte Variante heraus», sagt Frischknecht. «Es wurden auch neue Möglichkeiten ins Spiel gebracht, womit die Kirchgemeinden besser auf die Bedürfnisse der Menschen eingehen können.» Die neuen Strukturen sollen laut Frischknecht helfen, die langfristige Entwicklung positiv zu beeinflussen und das kirchliche Leben weiter zu fördern. Die neuen, etwas grösseren Kirchgemeinden hätten etwas mehr finanziellen Spielraum.

Ehepaar Palm im Einsatz

Die Evangelische Kirchgemeinde Bussnang-Leutmerken wird ab Januar neu vom Pfarrehepaar Palm betreut: Andreas Palm übernimmt ein Pensum von 70 Prozent, während seine Ehefrau Karin Marterer Palm zu 30 Prozent beschäftigt sein wird; zuvor nahm Andreas Palm in Leutmerken ein Pensum von 40 Prozent wahr. Beide freuen sich auf dieses gemeinsame Engagement und dass sie nun ihre innovativen Ideen gemeinsam mit Vorsteherschaft und freiwilligen Mitarbeitenden weiter vorantreiben können. Dies sei zuvor im kleinen Teilzeitpensum naturgemäss nur beschränkt möglich gewesen. Andreas Palm sieht etwa in neuen Gottesdienstformen eine Chance: «Neue, inspirierende und lebendige Anlässe mit herausfordernden Elementen können Menschen verschiedener Generationen helfen, den Glauben natürlich, praktisch im Alltag und engagiert zu leben.»

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