Ein historischer Entscheid

BUSSNANG. Vier Evangelische Kirchgemeinden in der Region haben am Donnerstagabend zwei Fusionen zugestimmt. Die neuen Körperschaften können ab dem 1. Januar 2016 wirken.

Daniel Frischknecht
Merken
Drucken
Teilen
Sie gehören künftig nur noch zwei Kirchgemeinden an: Die Kirchen in Thundorf-Kirchberg, Bussnang, Leutmerken und Lustdorf. (Bild: Fotomontage: Daniel Frischknecht)

Sie gehören künftig nur noch zwei Kirchgemeinden an: Die Kirchen in Thundorf-Kirchberg, Bussnang, Leutmerken und Lustdorf. (Bild: Fotomontage: Daniel Frischknecht)

In den vier Evangelischen Kirchgemeinden Bussnang, Lustdorf, Leutmerken und Thundorf-Kirchberg fanden am Donnerstagabend gleichzeitig Abstimmungen über allfällige Fusionen statt. Nach der Zustimmung an allen vier Orten (siehe Kasten) schliessen sich Bussnang und Leutmerken zur neuen Evangelischen Kirchgemeinde Bussnang-Leutmerken, und Lustdorf und Thundorf-Kirchberg zur neuen Evangelischen Kirchgemeinde Thunbachtal zusammen. «Jetzt können wir zuversichtlich in die Zukunft blicken», sagt Peter Krattiger.

Der Präsident der Evangelischen Kirchgemeinde Leutmerken steht dem Komitee «Zukunft Kirche» vor, das vor drei Jahren lanciert wurde, um ein neues Organisationsmodell für die vier kleinen Kirchgemeinden auszuarbeiten.

Gute Vorbereitung

Per SMS hatten sich die Kirchgemeindevertreter am Donnerstagabend über die positiven Resultate der Fusions-Abstimmungen informiert. Diese verliefen in allen Kirchgemeinden ohne grosse Diskussionen. Das sei sicherlich auch darauf zurückzuführen, dass die Kirchbürgerinnen und Kirchbürger von Anfang an stark in den Fusionsprozess eingebunden worden seien, sagt Krattiger.

Er durfte an der Versammlung in Leutmerken 30 Leute begrüssen, die alle für die Fusion stimmten. In Bussnang votierten 68 der 79 Anwesenden mit Ja. Pfleger Erwin Greminger bedankte sich für das Vertrauen: «Es freut mich, dass wir miteinander diesen Schritt in die Zukunft gehen.»

«Logischer Schritt»

Auch die neue Evangelische Kirchgemeinde Thunbachtal stiess in den betreffenden Gemeinden auf grossen Zuspruch. In Lustdorf sprach Kirchenpräsident Ueli Häberlin «von einem logischen Schritt». Zunächst müssen sich die neuen Kirchgemeinden konstituieren. Im Herbst wird deshalb je eine ausserordentliche Kirchgemeindeversammlung stattfinden, an der die neuen Behörden gewählt, das Budget und der Steuerfuss verabschiedet und Perspektiven des kirchlichen Lebens erläutert werden.

Peter Krattiger Präsident des Komitees Zukunft Kirche (Bild: pd)

Peter Krattiger Präsident des Komitees Zukunft Kirche (Bild: pd)