Ein Highlight bahnt sich an

Leuchttürme sind ja im Trend. Kaum ein Projekt, das nicht als «Leuchtturm für die Region» heraufbeschworen wird. Jeder will etwas mit Signalwirkung erschaffen. Der Leuchtturm ist ein Symbol, eine Metapher. Auch in Romanshorn.

Annina Flaig
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Leuchttürme sind ja im Trend. Kaum ein Projekt, das nicht als «Leuchtturm für die Region» heraufbeschworen wird. Jeder will etwas mit Signalwirkung erschaffen. Der Leuchtturm ist ein Symbol, eine Metapher. Auch in Romanshorn.

Zum Leuchtturm werden soll eine Plattform im Wasser, zu der ein Steg von der Festwiese führt. Im revidierten Richtplan ist das neue Wahrzeichen schon mal eingezeichnet. In weiser Voraussicht auf die Expo, bei der Romanshorn ganz gross raus kommen soll. Fragt sich nur: Reicht dazu ein nackter Aussichtsplatz auf dem Wasser? Vielleicht sollten sich die Romanshorner überlegen, tatsächlich einen Leuchtturm zu bauen, einen richtigen, so einen, wie es ihn bereits gibt in der Hafeneinfahrt, nur viel grösser. Wozu er gut sein soll? Er wird dafür sorgen, dass die Schiffe mit den Expo-Reisenden auch bei stürmischen Wellen sicher durch den Bodensee navigieren. Die Hafenstadt wird von weitem erkennbar sein. Und die Passagiere werden «Land in Sicht!» jubeln, wenn sie ihn erspähen.

Vielleicht wäre er aber auch einfach als Reserve gut, sollten all die Hotelprojekte anno 2027 doch nicht realisiert sein. Dann nämlich könnte er den Expo-Besuchern eine eindrucksvolle Alternative bieten: Schlafen im Leuchtturm.