Ein Hauptwiler Bauer stösst beim Pflügen auf einen Topf

Weiler Widenhub bei Hauptwil. Man schreibt den 16. April 1831. Ein Bauer stösst beim Pflügen auf einen Topf. Der Mann mag seinen Augen nicht getraut haben: Der Topf enthält gegen sechstausend römische Silbermünzen aus der Zeit von 69 bis 259 nach Christus.

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Weiler Widenhub bei Hauptwil. Man schreibt den 16. April 1831. Ein Bauer stösst beim Pflügen auf einen Topf. Der Mann mag seinen Augen nicht getraut haben: Der Topf enthält gegen sechstausend römische Silbermünzen aus der Zeit von 69 bis 259 nach Christus. Natürlich kann der Bauer den gefundenen Schatz nicht behalten. Widenhub liegt damals noch auf Thurgauer Gebiet. Der Schatz wird zumeist in st. gallische Hände – unter anderem an die Stiftsbibliothek – verkauft, wie der verstorbene Thurgauer Denkmalpfleger Albert Knoepfli in seinem Band III über die Kunstdenkmäler im Thurgau schreibt. Heute suchen 55 Mitarbeiter im Auftrag des Amtes für Archäologie nach Schätzen im Thurgauer Boden. Der Weinfelder Heinz Hamann ist der Altmeister unter ihnen. Sie treffen sich gelegentlich zum Gedankenaustausch. (es.)

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