Ein gutes Jahr geht zu Ende

KRADOLF-SCHÖNENBERG. Am letzten Freitagvormittag klirrten im Dancing Klein Rigi die Gläser. Die Einwohnerinnen und Einwohner wünschten sich beim Neujahrsapéro der Gemeinde Kradolf-Schönenberg ein glückliches 2015.

Hannelore Bruderer
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Gemeindeammann Walter Schönholzer im Gespräch mit Bürgern. (Bild: Hannelore Bruderer)

Gemeindeammann Walter Schönholzer im Gespräch mit Bürgern. (Bild: Hannelore Bruderer)

Der Neujahrsapéro der Gemeinde Kradolf-Schönenberg ist bei den Einwohnern beliebt. «Hier nehmen mehr als doppelt so viele Einwohner teil wie an der Gemeindeversammlung. Ihr dürft aber auch an der Gemeindeversammlung so zahlreich erscheinen, denn dort gibt es im Anschluss ebenfalls einen Apéro», witzelte Gemeindeammann Walter Schönholzer bei der Begrüssung.

In seiner Rede erinnerte er an die Ereignisse des vergangenen Jahres. So etwa an die sportliche Höchstleistung von Hansi Nyfeler, der das «Race across America» gewann, an den musikalischen Erfolg des Musikvereins Kradolf-Schönenberg, der Thurgauer Meister in der zweiten Stärkeklasse Harmonie und Marschmusik wurde, oder an die erstmals durchgeführte Pensioniertenfeier.

Flexibilität und Vertrauen

Nahtlos weiter ging es mit einem Ausblick auf die Ziele, die der Gemeinderat im neuen Leitbild definiert hat. Konzepte für mehrere Bereiche seien erarbeitet worden, die in der Legislatur von 2015 bis 2019 umgesetzt werden sollen, sagte Schönholzer. «Auch für 2015 lässt sich vieles planen, aber eben nicht alles. Deshalb brauchen wir einen flexiblen Gemeinderat, eine flexible Gemeindeverwaltung, aber auch eine Bevölkerung, die ihrer gewählten Behörde vertraut.»

Die Arbeit, welche die Gemeinde leiste, sei anspruchsvoll. aber schön. Mit den Worten «Doch dies ist nicht alles, was ihr für eure Steuerfranken bekommt» ratterte er zum Erstaunen und Vergnügen der Zuhörenden eine Liste mit um die 40 Leistungen herunter, welche die öffentliche Hand erbringt. Angefangen bei A wie Abfallentsorgung bis zu Z wie Zonen- und Gestaltungsplanung. Und dies sei nicht alles, meinte Schönholzer schmunzelnd und versicherte: «Wir machen auch alles, wofür sonst niemand zuständig ist.»

Geschichte zum Nachdenken

Viele, die den Neujahrsanlass regelmässig besuchen, warteten gespannt auf die Kurzgeschichte, die der Gemeindeammann zum Beginn eines neuen Jahres jeweils vorliest. Sie gibt dem heiteren Anlass eine besinnliche, feierliche Note. Für 2015 wählte Schönholzer die Geschichte «Das Paradox unserer Zeit aus». In ihr geht es um die Menschheit, die immer mehr will, mehr verbraucht, alles noch schneller erledigt, nur um sich Neues aufzubürden und dabei vergisst, die wesentlichen Dinge des Lebens zu schätzen und zu geniessen.