Ein guter Boden für Firmen

Das Oberthurgauer Wirtschaftsmeeting kommt zum Schluss, dass die Region ein konkurrenzfähiger Standort ist. Dies zeigt sich unter anderem an den Betrieben, die auch schwierige Zeiten meistern.

Maya Mussilier
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Daniel Brunner, Leiter des aba, zeigt den Besuchern, wie die Kindergartenstühle zusammengebaut werden. (Bild: Maya Mussilier)

Daniel Brunner, Leiter des aba, zeigt den Besuchern, wie die Kindergartenstühle zusammengebaut werden. (Bild: Maya Mussilier)

AMRISWIL. Der Oberthurgau ist für Firmen durchaus ein guter Standort. Das zeigte sich beim 14. Oberthurgauer Wirtschaftsmeeting, bei dem sechs Betriebe in der Region besichtigt werden konnten. Insgesamt beschäftigen diese Firmen im Oberthurgau und anderen Standorten in der Schweiz über 1600 Mitarbeiter, darunter auch 150 Mitarbeiter mit einer Behinderung. Letztere finden im aba (Arbeitsheim für Behinderte Amriswil) eine Beschäftigung.

Weit über die Region hinaus

Das aba war eine der sechs Firmen, die zu einem Rundgang eingeladen hatten. Geschäftsleiter Daniel Brunner stellte den genossenschaftlichen Betrieb vor. Dieser entstand 1928 auf private Initiative von Rudolf Lüscher. «Er hat hat die Genossenschaft Arbeitsheim für Behinderte Amriswil mit gemeinnützigem Zweck gegründet», erklärte Brunner. Zweck der Genossenschaft war und sei es, unter Ausschluss jeder Gewinnabsicht Menschen mit einer Behinderung beruflich auszubilden, zu beschäftigen und zu betreuen. In all den Jahren hat sich das aba weit über die Region hinaus einen guten Namen gemacht. Unter anderem ist es der grösste Hersteller von Kindergartenmöbeln. Nach wie vor mitten im Zentrum von Amriswil werden rund 150 Arbeitsplätze, gegen 100 Wohnplätze sowie 20 Ausbildungsplätze für Menschen mit einer Behinderung angeboten.

«Es ist eine Illusion»

Nach den Betriebsbesichtigungen trafen sich die Teilnehmer des Wirtschaftsmeetings zur Kontaktpflege und zu einem Referat im Pentorama. Referent Mathias Binswanger widmete sich dem Thema «Bedeutet mehr Wettbewerb immer mehr Effizienz?». Dabei führte er dem Publikum anhand von Beispielen humorvoll, aber deutlich vor Augen, dass künstlicher Wettbewerb meist Unsinn produziert. Es sei eine Illusion, dass sich durch künstliche Wettbewerbe ein Markt hervorrufen lasse. Ebenso wenig lasse sich qualitative Leistung mit Kennzahlen messen und das Motivationsprinzip «Zuckerbrot und Peitsche» funktioniere auch nicht.