Ein grosser Bunker tief im Berg

600 Besucher besichtigten am Samstag den Brigadebunker in Weinfelden. Die Organisatoren des Vereins Festungsgürtel Kreuzlingen sind sehr zufrieden.

Desirée Müller
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Im Brigadebunker lauschen Kinder den Erklärungen von Hans von Wyl. (Bild: Desirée Müller)

Im Brigadebunker lauschen Kinder den Erklärungen von Hans von Wyl. (Bild: Desirée Müller)

WEINFELDEN. «Ich bin extra aus Biel nach Weinfelden gereist mit dem Zug. Dieser Brigadebunker hat mich immer schon interessiert und jetzt nutze ich die Möglichkeit, einen Blick hineinzuwerfen», erzählt ein Besucher. Er nimmt Zettel und Schreiber zur Hand und beginnt sich Notizen zu den Wettbewerbsfragen zu machen. Zwei Jungen mit Militärmützen schauen ihm über die Schulter und folgen danach ihrem Vater in den Bunker. «Geht es wirklich hier rein?», fragt der kleinere und schaut ungläubig die unauffällige Tür im Berg an.

Tief im Berg versteckt

Was sie im Inneren erwartet, lässt sie staunen. Ein langer Gang führt in den Brigadebunker hinein, von dem aus Türen zum Funk-, Waffen- und Maschinenraum führen. «Das ist ja riesig», ruft der grössere und entscheidet sich, zuerst die Bibliothek zu besichtigen. «Wir konnten über sechshundert Interessierte begrüssen. Die Altersklassen waren bunt durchmischt. Es freute uns vor allem, viele junge Besucherinnen und Besucher anzutreffen», sagt Urs Ehrbar, Vorstandsmitglied des Vereins Festungsgürtel Kreuzlingen. Auch dass die Besucher es auf sich nahmen, durch die halbe Schweiz anzureisen, überraschte die Organisatoren.

Für die Arbeit belohnt

Videovorführungen und Referate ergänzen die Rundgänge im Bunker. «Endlich darf man mal Fotos schiessen», freut sich ein Besucher aus Friedrichshafen und lässt sich vor der grossen Waffensammlung ablichten.

Viele Besucher verweilten mehrere Stunden im und vor dem Bunker. «Es gibt einfach so viel zu sehen», erzählt ein Familienvater und bestellt vier Portionen Hörnlisalat und Fleischkäse. «Das grosse Interesse zeigt, dass unsere Arbeit geschätzt wird. So macht Vereinsarbeit Spass», sagt OK-Präsident Werner Ilg und schliesst die schweren Bunkertüren.