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Ein Gastroturm statt Blöcken

ROMANSHORN. Die IG Hafen stellte am Donnerstag Ideen zur Nutzung des Güterschuppenareals vor und liess sich dabei von Lissabon und Genf inspirieren. Auf einhellige Zustimmung stiess der Vorschlag, die Gemeinde solle das ganze Landstück kaufen.
Markus Schoch
Turmrestaurant, Glaspavillon und «Flugdach»: Ideenskizze der IG Hafen für die Gestaltung des Güterschuppenareals. (Bilder: IG Hafen)

Turmrestaurant, Glaspavillon und «Flugdach»: Ideenskizze der IG Hafen für die Gestaltung des Güterschuppenareals. (Bilder: IG Hafen)

Was mit dem Streifen an bester Lage am Romanshorner Hafen passieren soll, bewegt die Romanshorner. Am Mittwoch liessen sich 300 Besucher vom Gemeinderat im Bodansaal über den geplanten Saal informieren.

Am Donnerstag folgten nochmals gegen 200 Personen der Einladung der IG Hafen Romanshorn, die ihre Visionen für das Güterschuppenareal vorstellte.

Turmrestaurant und Pavillon

«Wir zeigen Ihnen keine ausgearbeiteten Projekte, sondern präsentieren Ihnen Ideen, wie das Land gestaltet werden könnte», stellte IG-Präsident Martin Dempfle ganz am Anfang klar. Bei der Suche nach einer möglichen Nutzung des Geländes hat sich die IG in anderen Städten am Wasser umgesehen.

Aus ihrer Sicht gelungene und auf Romanshorn prinzipiell übertragbare Beispiele präsentierte Architekt Dieter Bötschi. In Lissabon sah die IG am Hafen ein dreigeschossiges Hotel, in Genf mobile Container mit der Infrastruktur eines Restaurants, in Aviles in Spanien ein internationales Kulturzentrum mit einem Turmrestaurant, in dem Gastronomie als Kunst verstanden wird. «Das könnte der neue Leuchtturm von Romanshorn werden», sagte Dempfle. Denkbar seien auch ein Musikpavillon, eine Launch oder eine überdachte Fläche, die winters (Eislauf) wie sommers (Restaurant) genutzt werden könnte.

Aus dem Publikum kam eine weitere Idee. Ernst Züllig schlug den Bau eines Festhallenbades vor – eine Kombination von Festhalle und Hallenbad. Die Doppelnutzung soll eine bewegliche Decke möglich machen, die im Sommer der Boden über dem Wasserbecken wäre.

Gemeinde soll Areal kaufen

Ein weiterer Besucher forderte eine Initiative zum Kauf des gesamten Güterschuppenareals durch die Gemeinde. «So könnte man den Stein ins Rollen bringen.» Im Publikum stiess die Anregung auf fast einhellige Zustimmung. Als Dempfle fragte, wer einen entsprechenden Vorstoss unterstützen würde, gingen von einzelnen Enthaltungen abgesehen alle Hände im Bodansaal in die Höhe. «Das ist phänomenal», freute sich Dempfle.

Ob die IG den Ball politisch aufnimmt, wollte er auf Anfrage offen lassen.

SBB in der Verantwortung

Ein Besucher zweifelte, dass die Gemeinde das ganze Land erwerben könnte, selbst wenn das Stimmvolk dem Gemeinderat einen entsprechenden Auftrag geben sollte.

Für Bötschi ist es «eine Frage des Marktes», wie er sagte. Die Gemeinde habe eine starke Stellung. Sie bestimme, was auf dem Areal gebaut werden könne. Zudem könne die SBB als Staatsbetrieb nicht ohne jegliche Sensibilität gegenüber den Bedürfnissen vor Ort vorgehen.

Am Vorabend hatte der Romanshorner Finanzverwalter Franz Stucki an gleicher Stelle gesagt, das Güterschuppenareal sei 4 bis 5 Millionen Franken wert. «Wenn wir bereit sind, das zu zahlen, bekommen wir es schon morgen.»

Bevölkerung muss wollen

In Romanshorn sei vieles möglich, zeigte sich ein Besucher überzeugt. Der Wille zur Veränderung müsse aber von der Bevölkerung kommen.

Attraktivität im Winter: Eisfeld unter einem Dach.

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