Ein Erfolg für den Mittelthurgau

Gründungspräsident Walter Keller tritt kürzer beim Verein Pro Theaterhaus. Er übergibt sein Amt nach acht Jahren an Alexandra Beck.

Mario Testa
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Die neue Pro-Theaterhaus-Präsidentin Alexandra Beck und ihr Vorgänger und Gründungspräsident Walter Keller. (Bild: pd)

Die neue Pro-Theaterhaus-Präsidentin Alexandra Beck und ihr Vorgänger und Gründungspräsident Walter Keller. (Bild: pd)

WEINFELDEN. «Es war eine erfolgreiche Zeit», sagt Walter Keller. Vor acht Jahren hat er mit Gleichgesinnten den Verein Pro Theaterhaus gegründet, der sich für den Umbau des Weinfelder Werkhof-Depots beim Bahnhof in ein Theaterhaus stark machte. «Der grösste Verdienst unseres Vereins ist sicher, dass das Theaterhaus überhaupt gebaut werden konnte. Es ist ein Erfolg für den Mittelthurgau», sagt Keller.

Der Verein hatte bis ins Jahr 2008 fast 400 000 Franken gesammelt und sich beim Kanton und der Standortgemeinde für weitere Beiträge an den Bau des Theaterhauses stark gemacht. Im Sommer 2008 wurde die ehemalige Eternithalle dann umgebaut. Zudem brachte «Pro Theaterhaus» das Theater Bilitz, die Theagovia und die Bühni Wyfelde unter ein Dach.

Intensive Zeit der Einarbeitung

«Ich war acht Jahre lang Präsident, und es war an der Zeit, das Amt in jüngere Hände weiterzugeben», sagt Walter Keller. An der achten Generalversammlung des Vereins vor zwei Wochen trat er zurück, und zu seiner Nachfolgerin wählten die Vereins-mitglieder Alexandra Beck aus Weinfelden. «Mit ihr haben wir eine engagierte Nachfolgerin für das Präsidium gefunden. Sie hat intensiv mitgearbeitet und ist gerüstet für die Übernahme», sagt der scheidende Präsident. Die weiteren Vorstandsmitglieder wurden alle für eine weitere Periode von zwei Jahren gewählt.

In seinem letzten Jahresbericht ging Keller auf die Aktivitäten des Vereins 2014 ein. Im Zentrum stand das vom Verein organisierte Gastspiel «Kapelle Eidgenössisches Moos» von Ruedi Häusermann.

Ein weiterer Ausbau ist geplant

Eine zentrales Projekt im vergangenen Jahr war auch die Erarbeitung eines ersten Grobkonzepts für die Erweiterung des Theaterhauses. Geplant ist eine Probebühne in den Räumen, die heute vom Rettungsdienst belegt sind. «Die Erweiterung des Theaterhauses kann nach der Abstimmung zum Bau des Sicherheitszentrums in Betracht gezogen werden», sagt Alexandra Beck.

Die Probebühne sei nötig, da das Theaterhaus heute nur über einen Saal verfügt – und daher nicht parallel geprobt und eine Aufführung gezeigt werden kann. «Das Theater Bilitz führt das Theaterhaus und legt den Schwerpunkt auf Kinder- und Jugendtheater. Der Anbau würde es erlauben, künftig auch mehr Gastspiele für Erwachsene zu ermöglichen», sagt Walter Keller.