Ein Budget und ein Dorfladen

Die Uttwiler befinden am 4. November über das Budget 2015. Im Zentrum der Gemeindeversammlung steht aber die Frage, ob der Volg im Dorf bleibt.

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UTTWIL. Erst im letzten Jahr hat die Gemeinde Uttwil den Steuerfuss um zwei Prozent auf 48 Prozent gesenkt. Im Budget 2015 ist zwar keine weitere Steuersenkung vorgesehen, doch die Gemeinde rechnet mit einem Rückschlag von nur 19 700 Franken. Die Investitionen belaufen sich gemäss Medienmitteilung auf rund 980 000 Franken, davon entfallen 515 000 Franken auf die Werke. Die Bevölkerung wird am Dienstag, 4. November, an der Gemeindeversammlung über das Budget befinden.

Viele Fragen gestellt

Im Mittelpunkt der Gemeindeversammlung steht aber nicht das Budget, sondern vielmehr die Frage, ob der Volg auch in Zukunft in Uttwil eine Bleibe hat. Denn der aktuelle Standort entspricht nicht mehr den Ansprüchen. Der Gesamtgemeinderat hat sich deshalb in den vergangenen Monaten intensiv mit diversen Fragen beschäftigt: Wo macht der Standort des neuen Volg Sinn, wo ist der dafür zu leistende finanzielle Aufwand der Gemeinde vertretbar – neue Lösungen sind ja schliesslich nicht gratis zu haben – und wo können die legitimen Interessen bezüglich Sicherheit, Verkehrssituation oder Parkplätze am besten gelöst werden? Der Gemeinderat hat diese Abklärungen gemacht und ist mit dem Volg zum Schluss gekommen, dass der Standort bei der Mehrzweckhalle am besten geeignet sei. Mit einer neuen Mehrzweckhalle sollen auch die Bedürfnisse der Vereine nach einem praktischen Neubau von Küche, Logistik und Technik befriedigt werden.

Sichere Verkehrssituation

Der vollständige Neubau der Mehrzweckhalle, der am selben Standort wie der heutige Bau zustehen kommen soll, gibt die Chance, alle Bedürfnisse in «einem Aufwisch» zu klären, wie in der Mitteilung geschrieben steht. Es bestehe die Möglichkeit, den Schulweg auf dem Areal des jetzigen Mehrzweckhallen-Parkplatzes neu zu planen. Er würde weiter vom Volg weg sein, als er es heute ist. Die Verkehrssituation könne ebenfalls neu geplant werden; zum Beispiel könnten die Zufahrten für die Autos der Eltern und Lehrpersonen verbessert werden ebenso wie die Zufahrten für die Anlieferung für den Volg.

Es gibt einen Wettbewerb

Nun wird ein Projektwettbewerb ausgeschrieben. Die Gemeinde rechnet hierfür mit Kosten von 160 000 Franken. Mit dem Wettbewerb sei es möglich, den Auftrag so zu formulieren, dass die Anliegen der Schule, der Vereine und der Bevölkerung aufgenommen werden.

Der Gemeinderat von Uttwil ist sich sicher, wie er zum Schluss in seiner Mitteilung schreibt, dass durch die vorgeschlagene Lösung in ein Stück Lebensqualität des Dorfes Uttwil investiert wird. (red.)