Ein Baby sorgt für viel Wirbel

Der Frauenturnverein und die Männerriege Oberhofen-Illighausen sorgten mit dem Dreiakter «Baby wider Willen» auf der Bühne für eine ausgelassene Stimmung. Unverhoffter Nachwuchs steht dabei im Zentrum.

Manuela Olgiati
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Landstreicher Theo (Ernst Bösch) taucht im Dorf auf und hätte gerne eine kleine Spende. (Bild: Donato Caspari)

Landstreicher Theo (Ernst Bösch) taucht im Dorf auf und hätte gerne eine kleine Spende. (Bild: Donato Caspari)

OBERHOFEN. Landstreicher Theo (Ernst Bösch) hat einen besonderen Ruf. Wo er auftaucht, passiere etwas Dummes, sagt man. Oder jemand bekomme bald ein Kind. Im Gemeindehaus auf der Bühne der Mehrzweckhalle Oberhofen wird diese Weissagung wahr. Gemeindeammann Hans-Hermann Brändli (Toni Caforio) erwartet einerseits seine Frau aus der Kur zurück, noch mehr wartet er aber auf einen Karrieresprung in den Grossen Rat. Das Publikum verfolgt während dreieinhalb Stunden verzückt «Baby wider Willen» von Bernd Gombold, das der Frauenverein und die Männerriege Oberhofen-Illighausen am Freitag und Samstag aufführten.

Der Gemeindeammann ist bequem und selbstverliebt, und hört auf den Rat seiner Mutter Erika Brändli (Rösli Hinnen), welche ihn zur nächsten Wahlveranstaltung drängt. Stattdessen hätte er seine Ehefrau vom Bahnhof abholen sollen. Christa Brändli (Regula Spengler) ist beim Aussteigen aus dem Zug derart gestresst, dass sie zu einer falschen Tragetasche greift. Mit fatalen Folgen, wie sie bald feststellt: Der Inhalt lebt, ein Baby liegt darin. Christa erzählt den Irrtum ihrem Mann. Erst verstecken sie das Baby, später will man die Polizei informieren. Doch Polizist Pius Kümmerli (Kurt Koch) stürmt bereits ins Gemeindehaus und berichtet von der Kindesentführung.

Alle lieben Baby Lukas

Auch Nachbarin Frieda Stampfli (Brigitta Seiz) kommt zur rechten Zeit zur Tür herein. Sie hat den ganzen Tag nichts anderes zu tun, als sich über rauchende Jugendliche und den faulen Gemeindearbeiter Peter (Stefan Lüscher) zu beklagen. Angehört wird sie von der fleissigen und cleveren Gemeindesekretärin Sonja (Karin Huber), die ihrem Chef den Rücken freihält. Dabei haben sich alle längst in Lukas – wie das Baby getauft wird – verliebt. Gar Gemeindeammann Brändli ist fasziniert von ihm. Für den Gemeindeammann gibt es unverhofft ein Happy End: Seine Frau eröffnet ihm, dass er bald «richtig Vater» wird.

Das Publikum war begeistert

Die acht Laienschauspieler haben viel Humor und ein hohes Spieltempo gezeigt. Das Publikum verdankte die Leistungen mit spontanen Lachern. Am Schluss folgte begeisterter Applaus. Die Freude stand dabei allen ins Gesicht geschrieben.